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Krise der Römischen Republik


Durch die militärischen Erfolge in den Kriegen gegen Karthago und Makedonien hatte sich Roms Außenpolitik verändert. Es verteidigte nun nicht mehr nur Italien, sondern etablierte sich zur vorherrschenden Großmacht. Aber der Aufstieg zu einer Weltmacht erforderte eine effizientere Verwaltung und mehr Sicherheit an den Grenzen. Soldaten wurden damals nach der Art des Milizsystems eingezogen. Um Bauern zum Militärdienst zu rekrutieren, wurde ihnen Ackerland zugesprochen. Da dies aber immer schwieriger zu organisieren war, sorgten sich die führenden Eliten zunehmend um die römische Militärkraft. Mit den Reformversuchen des Tiberius Gracchus begann eine Zeit, die Rom in den Bürgerkrieg und Caesars Diktatur trieb.

Reformversuche

Tiberius Gracchus war Volkstribun und wollte 133 v. Chr. eine Agrarreform durchsetzen [Quelle Plutarchs]. Dadurch sollte mehr Ackerland einbezogen und an die rekrutierten Bauern verteilt werden. Diese waren äußerst wichtig für das römische Militär. Er geriet in Streit mit dem Senat, der seine Reformen ablehnte. Sein Bruder Gaius Gracchus setzte seine Pläne fort und versuchte, die Sympathien der Stadtbevölkerung, der Ritter und Bundesgenossen zu gewinnen. Er gab den Plan der Landverteilung auf und wollte durch die Gründung von Kolonien in Italien und Afrika neues Land erwerben. Auch diese Pläne scheiterten am Widerstand des Senats, der sich in Optimaten und Popularen zersetzte1.

Politische Polarisation

Außenpolitisches Versagen im Krieg gegen Jugurtha und gegen Kimbern und Teutonen hatten das Ansehen der adeligen Optimaten sinken lassen. An dieser Stelle erlangte Feldherr Gaius Marius politische Bedeutung. Er konnte beide Kriege erfolgreich beenden, belohnte bäuerliche Soldaten mit Ackerland und konnte sich somit auf eine breite Anhängerschaft stützen. Es zeichnete sich ab, dass ein Feldherr im Bündnis mit dem Volkstribun gegen den Senat herrschte. Unter Sulla wurde Rom in einen Bürgerkrieg hineingezogen. Als Feldherr führte er seine ganze Armee gegen Rom und entmachtete das Volkstribunat. Dies war ein Bruch mit der Tradition der Republik. Es war nun absehbar, dass Rom im Chaos versinken werde2.

Erstes Triumvirat

Feldherr Pompeius errang militärische Siege im Osten und ordnete bis 63 v. Chr. den gesamten Orient neu. Um seinen Soldaten Ackerland verteilen zu können, hätte er den Plan in Rom durchsetzen müssen. Da er dieser Aufgabe nicht gewachsen war, verbündete er sich mit Crassus und Caesar zum sogenannten Triumvirat [Quelle]. Caesar war Gegner der senatorischen Optimaten und bewarb sich für das Jahr 59 ums Konsulat. Er setzte die Ackerbaugesetze mit Gewalt gegen den Senat durch und erhielt Sonderkommandos in Norditalien, Illyrien und Gallien. Dadurch erlangte Caesar politischen Einfluss und Reichtum. Er unterwarf Gallien und dehnte die römische Herrschaft bis zum Rhein aus. Crassus verfügte über Syrien und Pompeius kontrollierte Spanien3.

Bürgerkrieg und Diktatur

Pompeius fürchtete Casars mächtige Stellung. Daher verbündete er sich mit dem Senat, der ihn dazu aufforderte, für politische Stabilität zu sorgen. Nachdem Crassus 53 v. Chr. im Krieg gegen die Parther gefallen war, entbrannte ein Kampf zwischen Caesar und Pompeius. Caesar wollte sich erneut um das Konsulat bewerben, tat dies aber in Abwesenheit Roms. 49 v. Chr. brach in Italien der Bürgerkrieg aus. Caesar konnte Pompeius und seine Truppen besiegen. Von 46 bis 44 v. Chr. herrschte Caesar praktisch als Diktator. Am 15. März 44 fiel er in Rom einem Attentat zum Opfer4. Das Chaos war damit aber noch längst nicht beendet. Es kam zum Konflikt zwischen Caesars Großneffen Octavian und dem Konsul Marcus Antonius. Während sich Antonius mit der Stabilisierung des Ostens beschäftigte, kontrollierte Octavian Italien. Wegen Antonius‘ Kontakten zu Kleopatra brach zwischen den beiden der Bürgerkrieg aus. Octavian setzte sich erfolgreich durch. Er stellte die alte Ordnung wieder her und begründete den Beginn der Römischen Kaiserzeit.

Verfasst von Fabio Schwabe

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