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Russische Revolution

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Die Oktoberrevolution 1917 der Bolschewiki hatte eine historische Bedeutung für die internationale Politik des 20. Jahrhunderts, da sich das kommunistische Staatssystem zum großen Konkurrenten der freiheitlichen Demokratie im Westen manifestierte. Daraus resultierte bekanntlich der Kalte Krieg im Ost-West-Konflikt. Vor 1917 dominierten in Russland die absolutistischen Kräfte unter der Regierung des Zaren1. Die Bevölkerung lebte weitgehend in sozialen Missständen und hatte unter großem Landhunger zu leiden. Des Weiteren lebten Bauern in völliger Abhängigkeit von ihren Grundbesitzern.

Das 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert herrschte Zar Nikolaus I. nach den Grundlagen der Beschlüsse des Wiener Kongress in absolutistischer Weise und zielte gegen alle aufkommenden liberalen und demokratischen Bewegungen. Aufgrund der elenden Verhältnisse der Bauern, die in Abhängigkeit von den adligen Grundbesitzern lebten, ereigneten sich zahlreiche Bauernrevolten als Protest gegen die autokratische Alleinherrschaft.
Zar Alexander II. sah sich demnach 1861 dazu gezwungen, mit der Aufhebung der Leibeigenschaft mehrere Millionen Bauern aus ihrer Abhängigkeit von den Grundbesitzern zu befreien2. Da diese aber immer noch Ablösungszahlungen für die Güter tätigen mussten, blieb die Abhängigkeit weiterhin fortbestehen.

Industrielle Revolution

Seit 1890 wuchs Russland allmählich zu einer industriellen Großmacht heran. Begünstigt wurde dies durch die neue wirtschaftliche Strategie des Finanzministers Witte, der unter anderem durch das Einfließen ausländischen Kapitals die industrielle Produktion bis 1900 verdoppeln konnte. Die wachsende Anzahl an Fabrikarbeitern führte dadurch zur Bildung einer großen Arbeiterbewegung3. Dennoch illustrierte die russische Bevölkerung im Gegensatz zum Westen ein erhebliches Defizit, da die überwiegende Mehrheit nicht Lesen und Schreiben konnte und der größte Lebensunterhalt noch in der Landwirtschaft verdient wurde.

Russisch-Japanischer-Krieg

Russlands politische Absicht im 19. Jahrhundert zielte auf den Aufstieg zu einer imperialistischen Weltmacht. Besonders nach der Niederlage im Krimkrieg (1853-1856) beabsichtigte die russische Expansion asiatische Gebiete wie Persien, Afghanistan und China4. Nachdem Russland versuchte, in die Mandschurei einzumarschieren, war der Konflikt mit Japan vorprogrammiert. Japan verfolgte ebenfalls imperialistische Ziele und konkurrierte mit Russland um die Vorherrschaft in Asien. Diese Debatte mündete 1904/05 im Russisch-Japanischen-Krieg, in dem Russland eine Niederlage erleiden musste5. Dies hatte große Auswirkungen auf die innenpolitische Lage, die durch soziale Unzufriedenheit ohnehin bereits gefährdet war. 1905 folgte die erste Russische Revolution.






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