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  • Die soziale Not brachte viele Arbeiterfamilien ans ExistenzminimumDie soziale Not brachte viele Arbeiterfamilien ans Existenzminimum
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Quellenverweise

Deutsche Revolution 1848/49

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Die napoleonische Vorherrschaft über Europa wurde mit dem Wiener Kongress 1815 beendet. Europas Großmächte beschlossen die Restauration und stellten den Absolutismus wieder her. Napoleons liberale Erneuerungen wurden also größtenteils rückgängig gemacht. Durch diese Regelungen wollten die europäischen Großmächte die legitime Herrschaft der Fürsten bewahren und liberale und nationale Forderungen des Bürgertums unterdrücken. Die Proteste in der Zeit des Vormärz, die sich auf die Ideen der Aufklärung beriefen, wurden mit den Karlsbadern Beschlüssen massiv unterdrückt. Doch im März 1848 spitzte sich die Lage zu, als Deutschland und Europa eine flächendeckende Revolution erfasste.

Repression und Soziale Not

Die Industrielle Revolution hatte die sozialen Verhältnisse deutlich verändert. Die Ablösung der Manufaktur durch neuere Techniken machte viele Menschen arbeitslos und arm. Medizinische Verbesserungen reduzierten die Geburten Sterberate und ließen die Bevölkerung explodieren. Dadurch wuchs die Anzahl der lohnabhängigen Arbeiter, die in soziale Not verfielen. Symbolisch für die kritische Lage des Proletariats wurde der Schlesische Weberaufstand 1844. Hungerkrisen und Missernten zwischen 1846 und 1848 verschärften die Probleme nochmals. Aus dem Arbeitermilieu kam es daher verstärkt zu Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit. Menschen aus dem Bürgertum setzten sich dagegen für die Gründung eines deutschen Nationalstaates ein, in dem sie sich politisch und wirtschaftlich betätigen konnten. Durch den Absolutismus und Zollschranken war dies bisher nicht möglich gewesen. Für sie ging es vor allem um finanzielle Vorteile. Doch ihre Wünsche wurden mit den Karlsbader Beschlüsse unterdrückt.

Märzrevolution 1848

Im März 1848 erreichten die Aufstände ihren Höhepunkt. Beeinflusst von der Februarrevolution in Frankreich schwappte die Protestwelle zunächst in die südwestlichen deutschen Staaten über. Schließlich erfasste die Revolution auch Preußen, Österreich und alle anderen Mitgliedsstaaten im Deutschen Bund. Die Revolutionäre erreichten die Einführung liberaler Märzminister und Wahlen für eine Nationalversammlung, in der die Gründung eines liberalen deutschen Nationalstaates vorbereitet werden sollte1. Hier geht es zum Artikel über die Märzrevolution.

Frankfurter Nationalversammlung

In der Frankfurter Paulskirche tagte seit dem 18. Mai 1848 ein Parlament, das über den zukünftigen Aufbau und Verfassung eines deutschen Nationalstaates debattierte. Dort versammelten sich erstmals akademische Menschen, die sich verschiedenen Parteien zuordneten. Hier geht es zum Artikel über die Frankfurter Nationalversammlung.

Politische Gruppierungen

Im März 1848 war die Zeit reif für den Aufbruch neuer Ideen. Die Menschen hatten genug vom Absolutismus und der Ständegesellschaft. Schon im Vormärz hatten sich in Burschenschaften Professoren und Studenten zusammengesetzt, die Grundrechte und einen deutschen Nationalstaat forderten. Der König sollte in einer konstitutionellen Monarchie nur noch eingeschränkt regieren können. Demokraten dagegen bemühten sich darum, die soziale Lage der verarmten Arbeitern und Bauern zu verbessern. Einig waren sich beide Parteien in der Abschaffung des Absolutismus. Zudem sollten Adelige auf ihre finanziellen Vorrechte verzichten. Liberale und Demokraten zerstritten sich aber, weil sie sich nicht auf das Wahlrecht einigen konnten2. Hier geht es weiter zu den Politischen Gruppierungen 1848.

Konterrevolution

Im Spätsommer 1848 wurde die Revolution durch die Konterrevolution Preußens und Österreichs deutlich eingeschränkt. Die Fürsten nahmen versprochene Reformen wieder zurück und lösten ihre Nationalversammlungen auf. Das in Frankfurt tagende Parlament verabschiedete nach langen Verhandlungen im März 1849 eine Verfassung. Diese schlug vor, die deutschen Einzelstaaten mit Preußen als Großmacht zu einem kleindeutschen Nationalstaat zu vereinen. Friedrich Wilhelm IV. lehnte die Kaiserwürde jedoch ab, da er sich nicht mit den Prinzipien der konstitutionellen Monarchie abfinden wollte. Außerdem hatten Preußen und Österreich die Kontrolle über die Revolution bereits zurückgewonnen. Im Sommer 1849 war der Aufstand damit beendet3. Hier geht es zum ausführlichen Artikel über die Konterrevolution.

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