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Erster Weltkrieg

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 war das Resultat langjähriger Spannungen in Europa, die vor allem durch Kolonialismus, Imperialismus und übersteigerten Nationalismus vorangetrieben worden waren. Ein nach Weltmacht strebendes Deutsches Kaiserreich stand sich zusammen mit Österreich einer Koalition zwischen Frankreich, England und Russland gegenüber.

Moderner Krieg

Der Erste Weltkrieg wird auch als “moderner Krieg” bezeichnet. Die industrielle Revolution im 19. Jahrhunderts erneuerte die Kriegswaffen und machte es möglich, über lange Strecken zu intervenierencustomDie Intervention (lat. intervenire ‚dazwischentreten, sich einschalten‘) bezeichnet das Eingreifen einer bis dahin unbeteiligten Partei in eine Situation. Meist ist damit das Einschreiten in einen fremden Konflikt gemeint mit dem Ziel, diesen zu lösen oder in eine bestimmte Richtung zu lenken1. Frankreich, Russland, Österreich-Ungarn, Großbritannien und das Deutsche Reich beteiligten sich direkt am Kriegsgeschehen.
Der Krieg hatte verheerende geopolitische Folgen für die nachfolgende Weltordnung. Russland formierte sich nach der Oktoberrevolution 1917 durch die Bolschewiki zu einem kommunistischencustomKommunismus bezeichnet politische Lehren und Bewegungen, die zuerst die Gütergemeinschaft zum Ziel haben, im weiteren Sinne die klassenlose Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und die Produktion des gesellschaftlichen Lebens rational und gemeinschaftlich geplant und durchgeführt wird Machtsystem und die langjährig bestehenden Monarchien in Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich zerbrachen.

Bismarck als “Ehrlicher Makler”

Von nicht unwichtiger Bedeutung für den Ersten Weltkrieg war der Konflikt in der Balkankrise. Am Ende des 19. Jahrhunderts forderten viele Völker auf dem Balkan die Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich2. Russland förderte diese Freiheitsbewegung und den PanslawismuscustomDer Panslawismus (allslawische Bewegung) ist eine Form der Panbewegungen. Er entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts als romantischer Nationalismus. Sein Ziel war die kulturelle, religiöse und politische Einheit aller slawischen Völker Europas und geriet im Konflikt mit Österreich. Bismarck verstand sich als Vermittler und Ehrlicher Makler, der die Spannungen zwischen Russland und Österreich-Ungarn bei einem Zusammentreffen legen wollte. Russland ging auf dem Berliner KongresscustomDer Berliner Kongress war eine Versammlung der Großmächte Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Italien und Russland sowie des Osmanischen Reiches, auf der die Balkankrise beendet und eine neue Friedensordnung für Südosteuropa ausgehandelt wurde 1878 aber als Verlierer der Balkan-Debatte hervor3. Somit kam es verstärkt zu politischer Polarisation. Denn insbesonders die Serben strebten nach Unabhängigkeit und wollten sich vom Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn losreißen. Wie viele andere Völker wollten sie einen eigenen Nationalstaat gründen. Österreich ignorierte diese Forderungen und stellte sie weiterhin unter ihre Vorherrschaft.

Attentat von Sarajevo

Entscheidender Faktor für den Ausbruch des Kriegs war der Mord am österreichischen Thronfolger Franz FerdinandcustomFranz Ferdinand von Österreich-Este (* 18. Dezember 1863 in Graz; † 28. Juni 1914 in Sarajevo) war österreichischer Erzherzog und seit 1896 Thronfolger von Österreich-Ungarn. Das Attentat von Sarajevo, bei dem er und seine Frau ums Leben kamen, gilt als Auslöser des Ersten Weltkriegs durch den serbischen Attentäter Gavrilo Princip in Sarajewo am 28. Juni 19144. Dadurch verschärften sich die bereits wirksamen internationalen Konflikte. Das Deutsche Reich wurde zu diesem Zeitpunkt von zwei Fronten bedroht: In der Triple EntentecustomDie Triple Entente war ein Militärbündnis zwischen dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Russland. Im Ersten Weltkrieg war die Triple Entente die gegnerische Kriegspartei der Mittelmächte verbündeten sich Großbritannien, Frankreich westlich und Russland östlich. Dadurch wurde das Reich folgerichtig eingekreist. Im DreibundcustomAls Dreibund wird das geheime Defensivbündnis zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und dem Königreich Italien bezeichnet, das am 20. Mai 1882 durch den Beitritt Italiens entstand schloss Deutschland ein Bündnis mit Österreich und Italien. Italien trat 1915 schließlich aus. Dementsprechend fehlte für Deutschland und Österreich nun ein dritter Bündnispartner, was geopolitisch einen fatalen Kriegsverlauf zur Folge hatte.






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