Caesars Ermordung

Gaius Iulius Caesar fiel am 15. März 44 v. Chr. einem Attentat der Senatoren zum Opfer. Ein Jahr zuvor hatte er sich in Rom zum Diktator auf Lebenszeit ausrufen lassen, womit er sich innerhalb des Senats viele Feinde machte. Nach seiner Ermordung brach ein langjähriger Bürgerkrieg zwischen Marcus Antonius und Octavian aus, der erst 31 v. Chr. beendet werden konnte.

Ursachen

Seit den gescheiterten Reformversuchen von Tiberius Gracchus im Jahr 133 v. Chr. befand sich die Römische Republik in einer Krise. Es kam zum Machtkampf zwischen Optimaten und Popularen. Unterdessen wuchs die Bedeutung von Feldherren, die durch ihre Machtfülle die Verfassung umgingen. So verbündeten sich Pompeius, Crassus und Caesar im Jahr 60 v. Chr. zum Ersten Triumvirat. Nach der Eroberung Galliens (58 – 51. v. Chr.) strebte Caesar als Feldherr nach mehr Macht. Das Triumvirat zerbrach und entwickelte sich zum Zweikampf zwischen Caesar und Pompeius. Den Bürgerkrieg entschied Caesar mit seinen Anhängern für sich. 45 v. Chr. ließ er sich in Rom zum Diktator auf Lebenszeit ausrufen. Viele Senatoren waren damit nicht einverstanden und schmiedeten einen Plan: Caesar sollte durch einen Hinterhalt ermordet werden.1

Ablauf und Täter

Am 15. März 44 v. Chr. fand im Pompeius-Theater in Rom eine Senatssitzung statt. Eigentlich wollte Caesar der Sitzung fernbleiben, da seine Frau Calpurnia das Attentat nach einem Alptraum erahnt haben soll. Decimus Brutus wurde daher entsandt, um den Diktator umzustimmen und in den Saal zu locken. Als Caesar Platz genommen hatte, wurde er schnell von einer Gruppe Senatoren umstellt. Von hinten töteten sie Caesar mit mehreren Dolchstichen. Zu den Haupttätern gehörten Gaius Cassius Longinus und Marcus Iunius Brutus. Währenddessen soll Caesar zu Brutus gesagt haben: “Auch du, mein Sohn?”. Mit seinem Tod endete die Alleinherrschaft Caesars in Rom.2

Folgen

Nach dem Attentat folgte ein weiterer Bürgerkrieg zwischen Marcus Antonius und Octavian, dem Adoptivsohn und Haupterben Caesars. Der Bürgerkrieg konnte erst nach Octavians Sieg in der Schlacht bei Actium im Jahr 31 v. Chr. beendet werden. Octavian – auch Augustus genannt – stellte anschließend die Republik wieder her und begründete das Prinzipat. Caesar hat für die Nachwelt große Spuren hinterlassen. So geht auf seine Kalenderreform der Iulianische Kalender zurück. Ihm zu Ehren wurde der Monat Juli nach seinem Namen Iulius benannt. Auch die Herrschertitel Kaiser und Zar haben ihren Ursprung in dem Namen Caesar.3

Übersichtsbild: Ermordung Caesars, Autor: Karl von Piloty (1865), Lizenz: Gemeinfrei

Fabio Schwabe

Der Autor

Dieser Beitrag wurde am 13.08.2021 verfasst von Fabio Schwabe, Mettmann. Die aktuelle Version stammt vom 15.09.2021. Fabio Schwabe ist Gymnasiallehrer der Fachrichtung Geschichte und Gründer von Geschichte kompakt

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