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  • Napoleon Bonaparte besetzte durch seine Kriege viele deutsche Staaten und weckte liberale und nationale Ideen Napoleon Bonaparte besetzte durch seine Kriege viele deutsche Staaten und weckte liberale und nationale Ideen
  • Auf dem Wiener Kongress stellten europäische Monarchen den Absolutismus wieder her Auf dem Wiener Kongress stellten europäische Monarchen den Absolutismus wieder her
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  • Studenten und Professoren forderten auf dem Wartburgfest 1817 Grundrechte und einen deutschen NationalstaatStudenten und Professoren forderten auf dem Wartburgfest 1817 Grundrechte und einen deutschen Nationalstaat

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Quellenverweise

Restauration und Vormärz

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Um 1800 bestand Deutschland noch nicht als Nationalstaat. Es gab eine Vielzahl von kleineren Einzelstaaten, die eigenständige Politik betrieben und durch Zollschranken voneinander getrennt waren. Sie waren Teile des „Heiligen“ Römischen Reiches, das sich im Mittelalter etabliert hatte und nicht als einheitlicher Staat mit festen Grenzen zu verstehen ist. Unter ihnen galten Preußen und Österreich als vorherrschende Großmächte, die im Deutschen Dualismus um die Vorherrschaft kämpften. Die starken politischen und regionalen Unterschiede führte dazu, dass das Reich kurz vor seinem Zusammenbruch stand. Es gab zwar einen Kaiser, Franz II., der aber faktisch keine politische Macht ausüben konnte.

Napoleonische Kriege

Nachdem in Frankreich 1789 die Französische Revolution ausgebrochen war, ereigneten sich seit 1792 dauerhafte Koalitionskriege gegen europäische Großmächte. General Napoleon Bonaparte hatte 1799 durch einen Staatsstreich die Macht übernommen und setzte die Kämpfe in den sogenannten Napoleonischen Kriegen fort. Zahlreiche Staaten in Europa wurden dabei besetzt und durch die freiheitlichen Ideale der Französischen Revolution beeinflusst. Das Heilige Römische Reich war damit im Jahr 1806 untergegangen. Durch den Reichsdeputationshauptschluss legte Napoleon die vielen Einzelstaaten zusammen und schuf mit dem Rheinbund ein Verteidigungsbündnis, das ihm Truppen stellen musste. Hier geht es zum ganzen Artikel über die Napoleonischen Kriege1.

Wiener Kongress

Nach Beendigung der Napoleonischen Kriege trafen sich die führenden Staatsmänner Österreichs, Preußens, Großbritanniens und Frankreich 1814 in Wien, um ein friedliches Gleichgewicht herzustellen. Eine Epoche des Friedens und der Restauration, die die alte Ordnung wieder herstellen sollte, wurde als oberstes Ziel gesetzt. Den Kongress leitete Fürst von Metternich. Er setzte alles daran, die nationalen und liberalen Ideen, die durch Napoleons Einfluss in Europa verbreitet wurden, zu unterdrücken2. Durch die Heilige Allianz sollte die Legitimität der absolutistischen Fürstenherrschaft gewährleistet werden. Hier geht zum kompletten Artikel über den Wiener Kongress.

Vormärz

Napoleons Vorherrschaft über Europa hatte Spuren hinterlassen. Die Abschaffung des Absolutismus und nationale Ideen wurden von den Menschen aus dem Bürgertum sehr geschätzt. Die Befreiungskriege hatten ein deutsches Nationalbewusstsein aufkommen lassen. Doch die Beschlüsse auf dem Wiener Kongress stellten die alte Ordnung wieder her. Nach 1815 gründeten sich sogenannte Burschenschaften, die die Restauration kritisierten und einen deutschen Einheitsstaat mit Grundrechten forderten. Als Gegenmaßnahmen wurden deren Aktivitäten durch die Karlsbader Beschlüsse deutlich eingeschränkt. Nach der Julirevolution 1830 in Frankreich gewannen die Burschenschaften wieder an Bedeutung. Charakteristisch dafür wurde das Hambacher Fest. Den Höhepunkt dieser Bewegung markierte die Revolution 1848, die in Deutschland zum Sturz der Fürstenherrschaft führte. Die liberalen Forderungen waren besonders geprägt vom Zeitalter der Aufklärung. Hier geht es zur Epoche des Vormärz.

Deutscher Bund

Nachdem das Heilige Römische Reich zerbrochen war, wurde auf dem Wiener Kongress kein deutscher Nationalstaat gegründet. Dies lag am Einspruch der europäischen Großmächte, die eine ausgeglichene Friedensordnung herstellen wollten. Stattdessen schufen sie mit dem Deutschen Bund einen losen Staatenbund, in dem jeder Fürst seinen Herrschaftsanspruch für sich bewahren durfte. Eine festgelegte Verfassung mit Grundrechten gab es hingegen nicht. Mit der Frankfurter Bundesakte wurde nur eine Verfassung angekündigt, die aber faktisch keinen Einfluss ausüben konnte. Später kamen die Konflikte zwischen Preußen und Österreich im Deutschen Dualismus um die Vorherrschaft erneut auf und sprengten schließlich das Friedensbündnis. Hier geht es zum Artikel über den Deutschen Bund.

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