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Westintegration

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Für Bundeskanzler Konrad Adenauer [Biographie] war es notwendig die Bundesrepublik Deutschland fest in die westliche Gemeinschaft einzugliedern, um den Staat zu einem stabilen, demokratischen und wirtschaftlich erfolgreichen System aufzubauen. Sie sollte durch ihre Attraktivität wie ein Magnet auf die DDR wirken, um einen neuen Weg zur Wiedervereinigung anzustreben. Diese Integrationspolitik verschärfte aber zusätzlich den Ost-West-Konflikt.

Marshallplan

Durch den US-amerikanischen Marshallplan sollte die europäische Wirtschaft wieder angekurbelt werden und die Staaten für neue Absatzmärkte gewonnen werden. Eine stabilere Wirtschaft in Europa bewirkte neue Möglichkeiten für den Außenhandel der USA und ihrem Machteinfluss gegenüber der Sowjetunion. Dieses Hilfspaket sorgte dafür, dass sich die deutsche Ökonomie schnell erholen und in den 1950er Jahren ein Wirtschaftswunder bewirken konnte. Dies ging mit der Währungsreform in den Westzonen einher1[Quelle Adenauers über den Marshallplan]. Ursprünglich hatten die USA auch allen osteuropäischen Staaten sowie der Sowjetunion ihren Plan angeboten. Sie verweigerten aber erwartungsgemäß ihre Zusage, da ihre Wirtschaftsordnung nicht mit den Voraussetzungen des Marshallplans vereinbar war. Es hätte ihre Machtposition innerhalb Europas entscheidend beeinträchtigt.

Containment-Politik

Da durch die sowjetische Vorherrschaft in Mittel- und Osteuropa die Gefahr einer weiteren Ausdehnung ihres Machtbereichs bestand, verfolgten die USA unter Präsident Harry Truman einen politischen Kurs, der den Einfluss des Kommunismus zurückdrängen sollte. Durch die Truman-Doktrin sollte dem Willen Stalins, über ganz Deutschland Einfluss nehmen zu können, entgegengesetzt werden. Auch die Türkei und Griechenland wurden politisch und militärisch unterstützt2. Diese Abgrenzungspolitik sorgte auch innerhalb Deutschlands dazu, dass sich Ost und West immer mehr entfremdeten.

Verbot der KPD

Bereits 1951 hatte die Bundesregierung die Verfassungswidrigkeit der KPD festgestellt. 1956 verkündete das Bundesverfassungsgericht schließlich das offizielle Verbotsurteil. Die KPD wurde als radikale Partei eingestuft, die die marxistisch-leninistischen Grundsätze nach Vorbild der sowjetischen KPdSU verfolgte3. Bundeskanzler Adenauer zielte auf den Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung und wollte den politischen Einfluss der Sowjetunion auf die Bundesrepublik vermeiden.

Magnettheorie

Konrad Adenauer wollte die Bundesrepublik in den Kreis der westlichen Länder integrieren. Durch die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft wurde eine Annäherung an den Westen ermöglicht. Adenauer plädierte für die Magnettheorie, nach der der wirtschaftliche Aufschwung der BRD wie ein Magnet auf die DDR wirken sollte. Insbesondere nachdem sich der Ost-West-Konflikt im Koreakrieg zugespitzt hatte, kam es zur Debatte über den deutschen Wehrbeitrag zur Verteidigung Westeuropas. Adenauer sicherte den USA militärischen Beistand gegenüber dem Kommunismus zu. Durch den Deutschlandvertrag 1955 kam es daher zur Wiederbewaffnung und Beitritt zur NATO. Damit erlangt die BRD ihre Souveränität zurück [Pariser Verträge]4.

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