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  • Lenin und die Bolschewiki verbreiten nach der Oktoberrevolution 1917 die kommunistische IdeologieLenin und die Bolschewiki verbreiten nach der Oktoberrevolution 1917 die kommunistische Ideologie
  • Die Potsdamer Konferenz 1945 führt zur Konfrontation zwischen den Siegermächten des Zweiten WeltkriegsDie Potsdamer Konferenz 1945 führt zur Konfrontation zwischen den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs
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Ursachen des Kalten Krieges

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Der Ost-West-Konflikt war vor allem eine Folge der unvereinbaren Staatsmodelle der Supermächte USA und Sowjetunion. Der Westen hatte stets ein völlig anderes Verständnis von Demokratie und konnte sich nicht mit der etwas anderen Ideologie der Sowjetunion anfreunden. Vor allem der Gegensatz zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft stellte die Weichen dafür, dass eine gemeinsame Politik zwischen West und Ost unmöglich wurde.

Russische Revolution 1917

Der Ursprung der Konfrontationen zwischen den USA und der Sowjetunion liegt in den Ereignissen der Oktoberrevolution 1917 in Russland. Damals übernahmen die Bolschewiki durch einen Staatsstreich die Macht. Russland war bislang vom Zar in absolutistischer Weise regiert worden, das Land war industriell rückständig und größtenteils verarmt1. Mit der Parole Frieden, Land und Brot gewann der bolschewistische Parteiführer Lenin breite Zustimmung. Er vertrat die kommunistische Ideologie von Karl Marx, nach der das Proletariat die Staatsmacht ergreifen und das Land sozialistisch regiert werden müsse. Die Russische Revolution ist damit ein wichtiger Grund dafür, dass der Kommunismus zum großen Konkurrenten der freiheitlichen Demokratie im 20. Jahrhundert werden konnte.

Anti-Hitler-Koalition

Die nationalsozialistische Expansion im Zweiten Weltkrieg verbündete die Alliierten gegen die Truppen des Deutschen Reichs. In der sogenannten Anti-Hitler-Koalition einigten sich Großbritannien, USA und Russland darauf, das NS-Regime gemeinsam zu bekämpfen. Obwohl sich die Großmächte bisweilen wegen ihrer unvereinbaren Ideologien misstrauisch gegenüber standen, solidarisierten sie sich ab 1941 in einer Koalition2. Die Vorgehensweise der Nationalsozialisten wurde als Bedrohung für die ganze Weltordnung angesehen. Darin mündeten zwischen 1943 und 1945 die Konferenzen in Jalta, Teheran und Potsdam, auf denen die Vertreter der Koalitionspartner über die gegenwärtigen Ziele gegen das NS-Regime verhandelten.

Potsdamer Konferenz 1945

Auf der Konferenz von Potsdam kamen die grundlegenden Konfrontationen der Siegermächte erneut auf. Deutschland hatte 1945 bedingungslos kapituliert und wurde vom Alliierten Kontrollrat nach dem Viermächtestatus regiert3. Die Sowjetunion hatte die Vorherrschaft über mehrere osteuropäische Staaten ausgebreitet und forderte hohe Reparationszahlungen von Deutschland. Die USA befürchteten demnach, dass der Einfluss des sowjetischen Kommunismus über Europa den wirtschaftlichen Wiederaufbau enorm schwächen würde. Des Weiteren fanden die Siegermächte keine Lösung im Konflikt um den Verbleib der Oder-Neiße-Grenze zu Polen. Diese Debatten waren schließlich ausschlaggebend dafür, dass die Kooperation zu einer globalen Konfrontation werden konnte. Als die USA 1947 mit der Truman-Doktrin die weltweite Eindämmung des Kommunismus [Containment-Politik] beschlossen, kam es zum endgültigen Bruch mit der Sowjetunion. Damit entstand die bipolare Weltordnung, die bis 1990 bestand.






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