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Zweiter Weltkrieg


Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Zum obersten Ziel des NS-Regimes gehörte die Eroberung von „Lebensraum im Osten“ . Nach einigen blitzartigen Erfolgen im Westen kam es 1942/43 allerdings zur Kriegswende. Die USA, Sowjetunion und Großbritannien verbündeten sich zu einer Koalition und ließen die deutsche Wehrmacht im Jahr 1945 kapitulieren.

Vorgeschichte

Die NS-Außenpolitik strebte vor allem eine Revision des Versailler Vertrags an. Gemäß der nationalsozialistischen Ideologie sollte „Lebensraum im Osten“ erobert werden. Dafür ließ Hitler 1935 die Wehrpflicht wieder einführen und für einen Krieg aufrüsten. 1936 erfolgte der Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland. Im März 1938 – mit dem „Anschluss Österreichs“ – ging das NS-Regime zu einer expansiven Außenpolitik über. Einige Monate später vereinnahmte das Deutsche Reich das Sudetenland und die Rest-Tschechei. Frankreich und Großbritannien nahmen dieses Vorgehen zunächst widerstandslos hin. Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg.1

Blitzkrieg im Westen

Hitler wollte einen Zweifrontenkrieg unbedingt verhindern. Zur Sicherung der Rüstung und Wirtschaft kam es im April 1940 zur Besetzung Norwegens und Dänemarks. Im Mai startete die Wehrmacht einen Blitzkrieg gegen Frankreich, für den sie auch Belgien, Niederlande und Luxemburg überquerte. Frankreich musste am 22. Juni kapitulieren und dem Waffenstillstand von Compiegne zustimmen. Der nördliche Teil Frankreichs wurde besetzt, während der Süden dem sogenannten Vichy-Regime unterstellt wurde. Im Sommer 1940 startete die Luftschlacht um England. Die deutsche Offensive gegen England scheiterte an der Luftüberlegenheit der Briten.2

Überfall auf die Sowjetunion

Nach der deutschen Expansion in Nordafrika und auf dem Balkan startete die Wehrmacht am 22. Juni 1941 das „Unternehmen Barbarossa“ . Innerhalb weniger Wochen gelangen ihr zwischen Ostsee und den Karpaten zunächst beträchtliche Gebietsgewinne. Im September 1941 begann die Belagerung von Leningrad. Einen Monat später befahl Hitler den Angriff auf Moskau. Dieser Plan scheiterte jedoch aufgrund der ungünstigen Temperaturen und Bodenverhältnisse. Ende 1941 wurde die Wehrmacht von der Roten Armee in die Defensive gedrängt. Die Schlacht von Stalingrad markierte den Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs.3

Kriegsverbrechen

In den von der Wehrmacht besetzten Gebieten kam es zu beispiellosen Kriegsverbrechen gegen Soldaten und Zivilbevölkerung. Die Belagerung von Leningrad ließ über eine Million Menschen verhungern. Kriegsgefangene wurden in Arbeitslager deportiert und mussten unter erbärmlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Einsatztruppen der Sicherheitspolizei und des SD verantworteten Massenerschießungen gegen Juden und andere ethnische Minderheiten. In Polen entstanden einige Vernichtungslager, in denen Juden durch technisch-industrielle Methoden ermordet wurden [Holocaust]. Zu den Kriegsverbrechen gehörten auch ärztliche Experimente.4

Landung in der Normandie

Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor erklärten die USA im Dezember 1941 ihren Eintritt in den Weltkrieg. Mit Großbritannien und Sowjetunion schlossen sie eine „Anti-Hitler-Koalition“ . Im September 1943 kapitulierte Italien gegenüber den Alliierten. Italien schied als Verbündeter des Deutschen Reiches aus. Am 6. Juni 1944 landeten alliierte Streitkräfte in der Normandie. Das Deutsche Reich wurde nun von Westen und Osten in die Defensive gedrängt. Auf der Konferenz von Jalta verhandelten Stalin, Roosevelt und Churchill über das weitere militärische Vorgehen und die politische Zukunft Deutschlands.5

Kapitulation der Wehrmacht

Seit 1942 waren viele deutsche Städte zunehmenden Bombardierungen der alliierten Luftstreitkräfte ausgesetzt. Am 5. März 1945 besetzten die Alliierten das linksrheinische Gebiet und drangen in den folgenden Wochen weiter ins Reichsgebiet vor. Der Osten wurde von der Roten Armee erobert. Aufgrund der aussichtslosen Lage verübte Adolf Hitler am 30. April 1945 Selbstmord. Am 8. Mai erfolgte die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht. Knapp 65 Millionen Menschen fielen dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Es folgten die Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen und die Nachkriegszeit.6

Verfasst von Fabio Schwabe

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