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Ende der Weimarer Republik

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Die durch die Weltwirtschaftskrise 1929 entstandene Rezession führte die Weimarer Republik allmählich in den Abgrund. Die rechtsgerichteten Parteien gewannen durch die schwierige wirtschaftliche Lage zunehmend an Wählern und konnten die Demokratie schließlich umstürzen. 1933 folgte mit Hitlers Ernennung zum Reichskanzler der Beginn einer Diktatur.

Weltwirtschaftskrise (1929)

Der Schwarze Freitag war Beginn einer globalen Rezession und führte die politische Ordnung Deutschlands ins Chaos. Nachdem Aktienkurse in den USA durch einen Finanzcrash eingebrochen waren, zogen die USA ihre Kredite aus Deutschland ab und weiteten die Krise auf Europa aus. Sie wirkte wie eine Kettenreaktion, da die deutsche Wirtschaft durch den Dawes-Plan mit US-amerikanischen Anleihen unterstützt worden war. Die Konsequenzen waren absehbar. Deutsche Banken mussten zwangsläufig zusammenbrechen, die Industrieproduktion wurde drastisch reduziert und zahlreiche Menschen verloren ihre Arbeitsplätze1. Da diese nun durch Arbeitslosenhilfe unterstützt werden mussten, bahnte sich eine Debatte innerhalb der Regierung an. Die Große Koalition traf keine Einigung in der Höhe dieser aufzubringenden staatlichen Sozialleistungen. Nachdem die Regierung dem Young-Plan zugestimmt hatte, radikalisierten sich die rechten Parteien in der Harzburger Front mit dem Ziel, die Regierung zum Abtritt zu zwingen. Durch deren Privatarmeen nahm der politische Terror wieder zu2. Hier geht es zum Artikel über die Weltwirtschaftskrise.

Präsidialkabinette

Durch die Weltwirtschaftskrise kam es verstärkt zu politischer Radikalisierung, die handlungsfähige Mehrheiten im Reichstag unmöglich machte. Das System musste daher umgestaltet werden. Reichspräsident Paul von Hindenburg nutzte demnach das ihm zustehende Notverordnungsrecht. Da die Parteien im Reichstag nicht mehr in der Lage waren, regierungstaugliche Koalitionen zu bilden, wurde die Macht dem Reichspräsidenten überlassen. Dieser Beschluss entmachtete den Reichstag und ersetzte ihn durch Präsidialkabinette, die unabhängig von einer parlamentarischen Mehrheit regieren konnten3. Hier geht es zum Artikel über die Präsidialkabinette.

Reichstagswahl 1930

Die Große Koalition aus SPD und DVP war die letzte Regierung in der Weimarer Republik, die sich auf eine Mehrheit im Reichstag stützen konnte. Neuer Kanzler im Präsidialkabinett wurde Heinrich Brüning. Er konnte durch Hindenburg mit Artikel 25 den Reichstag jederzeit auflösen. Auf den Reichstagswahlen 1930 erlangte die NSDAP zahlreiche Stimmen und bildete hinter der SPD die zweitstärkste Reichsfraktion4. Die Anwendung von Gewalt der SA konnte politische Gegner einschüchtern. Brüning setzte sich für eine Deflationspolitik ein, um den anderen Ländern Deutschlands Zahlungsunfähigkeit zu beweisen. Die Verschärfung der wirtschaftlichen Situation führte verstärkt zur politischer Gewalt. Daher wurde die SA 1932 verboten.

Hitlers Ernennung zum Reichskanzler

Nachdem Brüning 1932 als Reichskanzler zurückgetreten war, folgte Zentrumspolitiker Franz von Papen auf sein Amt. Da er das SA-Verbot wieder aufhob, entwickelten sich auf den Straßen blutige Straßenkämpfe. Obwohl die NSDAP weiterhin die meisten Stimmen einbüßte, lehnte Hindenburg Hitlers Kanzlerschaft ab. Nachfolger Schleicher konnte die wirtschaftliche Lage ebenfalls nicht verbessern. Unterdessen verhandelte von Papen mit Hindenburg darüber, mit der NSDAP eine Mehrheitspartei für ein autoritäres Kabinett zu gewinnen. Diesbezüglich kam es am 4. Januar 1933 zwischen von Papen und Hitler zu einem Geheimtreffen. Eine neue Regierung aus NSDAP und DNVP sollte die Nationalsozialisten aber grundlegend von Schlüsselpositionen fernhalten. Von Papen glaubte an das Zähmungskonzept. Daher wurde Hitler am 30. Januar 1933 zum neuen Reichskanzler gewählt5. Die Gründe für das Scheitern der Republik werden hier nochmals ausführlich behandelt.






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