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  • Der Vertrag von Rapallo verbessert die deutsch-russischen Beziehungen (1922)Der Vertrag von Rapallo verbessert die deutsch-russischen Beziehungen (1922)
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Außenpolitik der Weimarer Republik

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Nach den Friedensbestimmungen des Versailler Vertrags setzte die deutsche Außenpolitik alles daran, Deutschlands internationale Isolierung zu durchbrechen und sich in den Kreis europäischer Großmächte zu integrieren. Dies konnte nur umgesetzt werden, wenn der Vertrag von Versailles revidiert werden würde. Außenminister Gustav Stresemann sollte zu einer wichtigen Persönlichkeit werden, die deutsche Annäherung an Europa zu realisieren1.

Rapallo-Vertrag

Durch den 1922 geschlossenen Rapallo-Vertrag nahm Deutschland wieder diplomatische Beziehungen zu Sowjetrussland auf. Damit verzichteten beide Staaten auf gegenseitigen Anspruch auf Kriegsentschädigungen, die Russland durch den Versailler Vertrag noch zugesprochen worden waren. Durch diese Verknüpfung sollte die politische Isolierung auf beiden Seiten durchbrochen werden. Auch wirtschaftliche Vorteile begünstigte der Vertrag für Deutschland, da nun ein neuer Handelsweg für Rohstoffversorgung geschaffen werden konnte2.

Dawes-Plan

Ein grundlegendes Hauptziel der deutschen Außenpolitik war die Minderung der durch den Versailler Vertrag festgeschriebenen Reparationszahlungen. Da die Reichsmark durch Kriegskosten und Staatsschulden entwertet wurde, beglich die Regierung Defizite mit der Notenpresse. 1923 führte dies zu einer Hyperinflation, die erst durch die Einführung der Rentenmark beendet werden konnte. Um die Zahlungsfähigkeit Deutschlands für die Reparationsleistungen sicherzustellen, unterstützten die USA die deutsche Wirtschaft ab 1924 mit dem Dawes-Plan. Er stabilisierte die Währung und führte Deutschland von der Krise zu einem Wirtschaftsboom, der auch bekannt ist als goldene 20er Jahre3. Diese Hilfeleistungen machten Deutschland durch Kredite deutlich abhängiger vom US-amerikanischen Finanzmarkt. Dies ist eine hinreichende Ursache dafür, dass sich die Weltwirtschaftskrise 1929 wie ein Flächenbrand ausbreitete und damit die politische Ordnung umwälzen konnte.

Locarnopakt

Außenminister Stresemann war sich bewusst, dass eine gewaltsame Revision des Versailler Vertrags nicht möglich war. Um Deutschland wieder in den Kreis der europäischen Großmächte zu integrieren, musste ein Kompromiss mit Frankreich geschlossen werden. Somit einigten sich beide Länder in den Locarno-Verträgen darauf, die Westgrenze zu akzeptieren. Frankreich, Belgien und Deutschland garantieren sich gegenseitige militärische Hilfe, wenn die Grenzen überschritten werden würden. Da nun die Unverletzlichkeit der Grenze versichert und ein Sicherheitssystem geschlossen wurde, nahmen die europäischen Staaten Deutschland 1926 in den Völkerbund auf. Er sollte die Friedensordnung in Europa sichern4. Die Sowjetunion befürchtete ein Bündnis der Westmächte gegen sich selbst. Um diesem Konflikt zu umgehen, schloss Deutschland mit der Sowjetunion 1926 den Berliner Vertrag. Somit wurde ein Ausgleich auf beiden Seiten geschaffen.






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