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Adolf Hitler Biografie

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Adolf Hitler war rechtsgerichteter Politiker der NSDAP und regierte zwischen 1933 und 1945 de facto als Diktator des Dritten Reichs in Deutschland. Als Gefreiter hatte er zunächst im Ersten Weltkrieg gekämpft. Nach der Kriegsniederlage 1918 machte er sich selbst politisch aktiv und trat der NSDAP bei. Beim Hitler-Ludendorff Putsch 1923 versuchte er mit Gewalt die Weimarer Republik zu stürzen. Nach seiner Verhaftung schrieb er sein bekannte Buch Mein Kampf. Mit seiner Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 begann er mit dem Ausbau eines diktatorischen Führerstaates, der Deutschland und Europa 1939 in den Zweiten Weltkrieg trieben.

Herkunft und Jugend

Hitler wurde am 20. April 1889 in Branau am Inn in Österreich geboren. Aufgrund mehrerer berufsbedingter Umzüge seines Vaters besuchte er zwischen 1895 und 1899 verschiedene Volksschulen in Passau und Lambach. Ab 1900 ging er auf die Realschule in Linz. Für seine schlechten Schulnoten soll er oftmals von seinem Vater, der für ihn eine Beamtenlaufbahn vorgesehen hatte, verprügelt worden sein. Nach dessen Tod im Jahr 1903 wurde Adolf Hitler von seiner Mutter ein Jahr später auf die Realschule in Steyr geschickt. Seine Schulzeit brach er 1905 ohne Abschluss ab. Inspiriert wurde Hitler in dieser Zeit unter anderem durch den Antisemiten Georg von Schönerers, der die Alldeutsche Vereinigung gründete. Nach dem Tod seiner Mutter bewarb sich Hitler 1907 für ein Kunststudium an der Allgemeinen Malerschule der Wiener Kunstakademie. In Wien zeigte er großes Interesse für antisemitische und völkische Schriften. Da seine Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie zweimal scheiterte, hielt er sich bis zu seinem Umzug nach München 1913 in elenden Zuständen in Wien auf.1

Gefreiter im Ersten Weltkrieg

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 wurde Hitler der Reserve-Infanterie der Bayerischen Armee zugeteilt. Im November erhielt er die Beförderung zum Gefreiten und im Dezember 1914 das Eiserne Kreuz II. Klasse. Im Jahr 1916 wurde er bei Gefechten an der Westfront durch einen Granatsplitter am linken Oberschenkel verletzt. Für seine tapferen Kriegsleistungen wurde ihm im August 1918 das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen. Die Kriegsniederlage im Herbst 1918 und der Ausbruch der Novemberrevolution sollten auf Hitlers spätere Aktivitäten verheerende Folgen haben. Er wurde von der Dolchstoßlegende beeinflusst und bezeichnete die Zustimmung des Versailler Vertrags als „größte Schandtat des Jahrhunderts“.2

Parteivorsitzender der NSDAP

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs besuchte Hitler zunächst eine „Rhetorikausbildung für Propagandaleute“ an der Universität in München. Im Dienste Karl Mayrs arbeitete er zunächst als V-Mann mit dem Auftrag, neue politische Parteien in München zu beobachten. Dafür nahm Hitler am 12. September 1919 an einer Versammlung der DAP im Sterneckerbräu in München teil. Dort wechselte Hitler die Seiten. Aufgrund seines Rednertalents und antisemitischen Gedankenguts trat er im selben Jahr der DAP bei, die 1920 in die NSDAP umbenannt wurde. Als 1921 ernannter Parteivorsitzender sprach sich Hitler immer deutlicher gegen Juden und die demokratische Regierung aus. Nach seinem gescheiterten Hitler-Ludendorff Putsch 1923 wurde er festgenommen und musste im Münchener Gefängnis eine Haft aussitzen. In seiner Haftzeit schrieb er sein Buch „Mein Kampf“. Mit der Neugründung der NSDAP 1925 sollte die Regierung nun nicht mehr mit Gewalt gestürzt werden. Vielmehr verfolgten Hitler und die Nationalsozialisten nun die Zustimmung mit Propaganda und demokratischen Wahlen.3

Machtergreifung

Aufgrund der Weltwirtschaftskrise 1929 gewannen links- und rechtsextreme Parteien in Deutschland wieder an Oberhand. Durch die Einführung der Präsidialkabinette 1930 wurde die Demokratie de facto außer Kraft gesetzt. Auf den Reichstagswahlen 1932 konnte die NSDAP wegen starker öffentlicher Wahlwerbung und Hitlers Rednertalents zur zweitstärksten Partei aufsteigen. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler von Reichspräsident Hindenburg zum neuen Reichskanzler ernannt. In dieser Regierung war die NSDAP gegenüber der DNVP zunächst eine Minderheit. Dies änderte sich im Zuge der Machtergreifung. Durch den Reichstagsbrand wurden die Grundrechte per Notverordnungen immer mehr eingeschränkt. Hitler erlangte auf dem Tag von Potsdam breite Zustimmung im Volk, als er sich symbolträchtig vor Hindenburg verneigte. Mit der Gleichschaltung, dem Ermächtigungsgesetz und Röhm-Putsch hatten Hitler und die Nationalsozialisten schließlich alle politischen Gegner beseitigt. Mit Hindenburgs Tod übernahm Hitler zugleich das Amt des Reichspräsidenten. Mit der Zelibrierung eines Führerkultes regierte Hitler nun als Diktator des Dritten Reichs.4

Holocaust und Außenpolitik

Hitlers Grundeinstellung von Antisemitismus und Rassismus wurde 1935 mit den Nürnbergern Gesetzen in die politische Praxis umgesetzt. Ethnische Minderheiten wie Sinti, Roma und Juden sowie Behinderte und Homosexuelle wurden nun schrittweise auf dem öffentlichen Leben verdrängt. Weitere Höhepunkte markierten die Reichsprogromnacht, der Holocaust und die Wannseekonferenz. Hitlers Außenpolitik zielte darauf, den Versailler Vertrag rückgängig zu machen und im Osten ein „Großdeutsches Reich“ zu errichten. Nach der rechtswidrigen Wiedereinführung der Wehrpflicht 1935 folgte 1936 der Einmarsch ins entmilitarisierte Rheinland. Nachdem Hitler 1938 selbst den Oberbefehl über die Wehrmacht übernommen hatte, folgten 1938 der Anschluss Österreichs und der Einmarsch in die Tschechoslowakei. Auf der Münchener Konferenz konnte Hitler die Annexion des Sudetenlandes erzwingen. Obwohl Hitler zunächst erklärte, keine weiteren territorialen Ansprüche mehr zu haben, erfolgte 1939 die Zerschlagung der „Rest-Tschechei“. Mit dem Hitler-Stalin-Pakt suggerierte er zunächst ein Friedensabkommen mit der Sowjetunion. Doch in einem geheimen Zusatzprotokoll legten er und Stalin die Aufteilung Polens fest.5

Zweiter Weltkrieg

Mit dem Einmarsch in Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Es folgten die Besetzung Dänemarks, Norwegens und anschließend die Westoffensive in Frankreich. Am 22. Juni 1941 erklärte Hitler unter dem Namen „Unternehmen Barbarossa“ den Angriff auf die Sowjetunion. Auf der Wannseekonferenz wurde am 20. Januar 1942 die „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen. Damit setzten die massenhaften Vernichtungen der Juden in Konzentrationslagern ein. Im Januar 1943 kam es durch die deutsche Niederlage in der Schlacht bei Stalingrad im Osten zur entscheidenden Wende des Zweiten Weltkriegs. Am 20. Juli 1944 scheiterte das Stauffenberg-Attentat auf Hitler nur knapp. Im April 1945 beging Adolf Hitler mit seiner Ehefrau Eva Braun im Führerbunker in Berlin Selbstmord (Testament Hitlers). Nach dem Einmarsch der sowjetischen Armee in Berlin erfolgte wenige Tage später die deutsche Kapitulation.6






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