Themenseite
  • Auf dem Wiener Kongress beschlossen die europäischen Monarchen die RestaurationAuf dem Wiener Kongress beschlossen die europäischen Monarchen die Restauration
  • Liberale und Nationale Bewegungen galt es mit allen Mitteln zu unterdrückenLiberale und Nationale Bewegungen galt es mit allen Mitteln zu unterdrücken
  • Anzeige


Fehler gefunden?


Du hast einen inhaltlichen oder formalen Fehler in diesem Artikel gefunden? Bitte melde ihn mittels unseres Feedback-Formulars. Danke!
Quellenverweise

Wiener Kongress

Jetzt Zusammenfassungen downloaden!

Der Wiener Kongress markierte einen wichtigen Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Er beendete Napoleons Vorherrschaft, legte neue Grenzen fest und hatte politische Veränderungen zur Folge. Mit den Prinzipien der Restauration, Legitimität und Solidarität verbündeten sich die Monarchen gegen aufkommende liberale und nationale Bewegungen. Ein weiteres Ergebnis des Kongresses war die Gründung des Deutschen Bundes. Die Konferenz tagte seit dem 18. September 1814 und fand mit der Ratifikation am 9. Juni 1815 ihren Abschluss.

Vorgeschichte

1789 war in Frankreich die Französische Revolution ausgebrochen. Da die Franzosen seit 1792 die Koalitionskriege gegen andere europäische Großmächte führten, breiteten sich sich die Ideale der Freiheit und Nation über ganz Europa aus. Durch Napoleons Vorherrschaft kam es im deutschsprachigen Raum zu gravierenden Veränderungen: infolge des Reichsdeputationshauptschluss wurden die zahlreichen Kleinstaaten zu größeren Einheiten mediatisiert und säkularisiert. Außerdem gründete Napoleon den Rheinbund, in dem die deutschen Staaten ihm zu militärischem Beistand verpflichtet waren. Als Napoleon schließlich im April 1814 von Europas Großmächten gestürzt werden konnte, sorgte der Erste Pariser Frieden für ein vorläufiges Kriegsende.

Restauration, Legitimität & Solidarität

Am 18. September 1814 begann der Wiener Kongress. Die wichtigsten Verhandlungspartner waren die Großmächte Österreich, Preußen, Russland, Großbritannien und Frankreich. Geleitet wurde die Konferenz von Österreichs Außenminister Fürst von Metternich. Zu den bedeutendsten Zielen gehörten die Prinzipien RestaurationLegitimität und Solidarität. Damit sollte die alte politische Ordnung so weit wie möglich wiederhergestellt werden. Legitimation bedeutete, dass die Herrschaft eines Fürsten gerechtfertigt und unantastbar sei. Außerdem verbündeten sich die europäischen Fürsten solidarisch gegen aufkommende liberale und nationale Bewegungen. Diese waren eine Folge der französischen Besatzungszeit in Europa, die die Ideale der Revolution verbreitet hatte.1

Heilige Allianz

Einigkeit bestand bei den Fürsten darin, ein europäisches Gleichgewichtssystem zu schaffen und jeden Widerstand aus dem Volk zu unterdrücken. Demzufolge verbündeten sich die Großmächte Preußen, Österreich und Russland am 26. September 1815 in der Heiligen Allianz. Diese einigten sich als christliche Monarchien auf einen gemeinsamen Kampf gegen liberale und nationale Bewegungen aus dem Volk. Dieses Bündnis sollte das europäische Gleichgewicht bewahren und einen militärischen Eingriff in solchen Staaten rechtfertigen, in denen die Prinzipien der Restauration, Legitimität und Solidarität missachtet werden würden.2

Deutscher Bund

Ein weiterer Verhandlungspunkt war die Frage, wie es mit den deutschen Klein- und Mittelstaaten weitergehen solle. Während der französischen Besatzungszeit hatte sich im deutschsprachigen Raum eine bürgerliche Bewegung formiert, die die Gründung eines deutschen Nationalstaates mit Freiheits- und Grundrechten forderte. Dies lehnten die Fürsten auf dem Wiener Kongress strikt ab, da ein deutscher Einheitsstaat das europäische Gleichgewicht stark beeinträchtigt hätte. Stattdessen gründeten die Fürsten mit dem Deutschen Bund einen losen Staatenbund aus 38 (später 41) Mitgliedsstaaten. Jeder Staat behielt darin seine Souveränität. Oberstes Ziel dieses Zusammenschlusses war die Bewahrung der inneren und äußeren Sicherheit, also europäischer Frieden und Unterdrückung von liberalen und nationalen Bewegungen. Österreich behielt sich darin als Präsidialmacht das Recht vor, die politischen Geschicke des Staatenbundes zu kontrollieren.3

» Hier geht es zur Quellensammlung






Siocial Network


Google