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Napoleonische Kriege

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Als Napoleon Bonaparte während der Französischen Revolution 1799 durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen war, erklärte er die Revolution in Frankreich offiziell für beendet und baute seine gewonnene Machtposition schrittweise aus. Napoleon war bislang führender General der französischen Armee, hatte dadurch hohes Prestige erlangen können und krönte sich 1804 schließlich selbst zum Kaiser1. Des Weiteren hatte Napoleon das politische Ziel, aus Frankreich eine Hegemonialmacht innerhalb Europas zu machen. Durch seine militärischen Eroberungen erlangte Frankreich demnach zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Vorherrschaft in einigen Teilen Europas. Lediglich England und Russland blieben von Frankreichs Interventionen geschützt.

Code civil

Die liberalen Ideen der Französischen Revolution wurden insbesondere beim deutschen Bürgertum herzlich begrüßt. Sie hatten sich schon seit längerer Zeit nach Reformen in der Gesellschaft gesehnt. Dem herrschenden Absolutismus sollte der Rücken gekehrt werden. Der 1804 in Frankreich eingeführte Code civil leitete in den von Napoleon eroberten Gebieten erste Schritte für den Übergang vom Feudalismus zum bürgerlich-liberalen Staat ein. Durch den Reichsdeputationshauptschluss wurden zahlreiche Einzelstaaten zusammengelegt und geistliche Fürstentümer säkularisiert. Napoleon wollte damit ein stärkeres Gegengewicht zu Österreich aufzubauen. Gleichzeitig gewährte er dabei den Menschen Abkehr vom Absolutismus2.

Rheinbund

Durch die Niederlage Preußens in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 festigte Frankreich seine Macht in Europa. Napoleon hatte nun mehr Handlungsspielraum. Er legte die zahlreichen deutschen Kleinstaaten zu Mittelstaaten zusammen und machte sie von sich abhängig. Daher gründete er 1806 mit dem Rheinbund ein Militärbündnis, das Frankreich militärische Hilfe leisten sollte. Dadurch wurde das langjährig bestehende Heilige Römische Reich aufgelöst. Kaiser Franz II. legte die Kaiserkrone nieder3.  In dieser Konföderation kam es zumindest teilweise zu Reformen in Justiz, Bildung, Wirtschaft und Agrarwirtschaft. Der Adel war nun nicht mehr von der Steuerpflicht befreit. Die liberalen Ideen der Französischen Revolution sorgten dadurch für einen Modernisierungsschub und weckten Hoffnungen für den Übergang von der feudalen zur bürgerlichen Ordnung. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig brach der Rheinbund 1813 schließlich zusammen. Hier geht es zum Artikel über den Rheinbund.

Preußische Reformen

Nachdem Preußen in der Schlacht bei Jena und Auerstedt gegen die Franzosen verloren hatte, wuchs in der Regierung die Einsicht, dass Preußen politisch und militärisch rückständig war. Die moderne Ausrüstung und Kriegsführung Frankreichs machte deutlich, dass Preußen mit seinem veralterten System hinterherhinkte. In der Folgezeit verabschiedete die Regierung schließlich die preußischen Reformen. Sie sollten Preußens Gesellschaft und Politik am Beispiel der Franzosen modernisieren. Ziele waren die politische Gewaltenteilung, die Gleichstellung der Juden durch Emanzipation, Reformen im Bildungssystem, Gewerbefreiheit und eine Entlastung der Bauern in der Abhängigkeit von ihrem Grundherrn. Preußen leitete erste Wege ein, sich den Idealen der Französischen Revolution anzupassen4.

Völkerschlacht bei Leipzig

Der Einfluss der Franzosen auf Politik und Wirtschaft führte allmählich zu Protesten und schuf eine Grundlage für die Entstehung eines allgemeinen deutschen Nationalgefühls. Zwischen 1813 und 1815 leisteten viele deutsche Bürger militärische Hilfe in den Befreiungskriegen. Sie sollten der Französischen Fremdherrschaft ein Ende bereiten und förderten gleichzeitig einen nationalen Zusammenhalt. Die deutschen Kleinstaaten wuchsen dadurch zu einer gemeinsamen Kulturnation zusammen. Die Koalition um Österreich, Preußen und Russland überwältigte die französischen Truppen und beendete schließlich Napoleons Vorherrschaft über Europa. Nach der Schlacht bei Waterloo im Jahr 1815 war die langjährige Macht der Franzosen erloschen. Dies beendete die Ära des Französischen Kaiserreich und gab den europäischen Monarchen Anlass dazu, Europa auf dem Wiener Kongress neu zu ordnen5.

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