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Containment-Politik

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Containment-Politik bezeichnet die weltweite Eindämmungspolitik, die die USA seit 1947 gegen die Sowjetunion verfolgten. Die USA wollten dadurch die Ausbreitung des sowjetischen Kommunismus in der Welt stoppen und solche Länder militärisch unterstützen, die von der Einflussnahme der Sowjetunion bedroht waren. Dies markierte den Anfangspunkt des Kalten Kriegs.

Ursachen

Im Zweiten Weltkrieg hatten die USA und Sowjetunion noch gemeinsam gegen das NS-Regime gekämpft. Auf der 1945 stattfindenden Potsdamer Konferenz kam es zwischen beiden Supermächten aber bereits zu Meinungsverschiedenheiten in ihrer Deutschlandpolitik. Diese Umstände mündeten 1949 in der deutschen Teilung. Die USA und Sowjetunion vertraten zwei gegensätzliche Ideologien, die nicht miteinander vereinbar waren. Darüber hinaus hatte die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg mehrere mittel- und osteuropäische Staaten besetzt und von ihr abhängig gemacht. Die USA verfolgten deren Vorgehensweise mit großem Misstrauen und wollten die Ausbreitung des sowjetischen Kommunismus eindämmen.1

Containment-Politik

Nachdem die Sowjetunion Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien und DDR zu sozialistischen Satellitenstaaten gemacht hatte, reagierten die USA 1947 mit der Truman-Doktrin. Dies war eine Gegenmaßnahme wegen der Irankrise, in die sich die Sowjetunion einmischte und eine kommunistische Regierung einsetzten wollte. Mit der Truman-Doktrin garantierten die USA neben dem Iran auch Griechenland und Türkei militärische Unterstützung, da sie von der sowjetischen Einflussnahme bedroht waren. Zum weiteren Bestandteil dieser Containment-Politik gehörte der Marshallplan, der die westeuropäischen Staaten bei ihrem wirtschaftlichen Wiederaufbau unterstützte. Damit konnten die USA die Sowjetunion militärisch und wirtschaftlich vor einer weiteren Expansion in Europa stoppen.2

Folgen

Die Containment-Politik leitete den Beginn des Kalten Kriegs zwischen den USA und der Sowjetunion ein. Die USA brachen damit jede Zusammenarbeit mit der Sowjetunion und verfolgten eine weltweite Eindämmung des Kommunismus. Demzufolge erhielten die instabilen Staaten Iran, Griechenland und Türkei militärische Unterstützung, um eine Machtübernahme durch eine kommunistische Regierung zu verhindern. Damit entstand die bipolare Welt. Charakteristisch für diese Politik wurde der 1950 ausgebrochene Koreakrieg, in dem die USA und Sowjetunion jeweils ihre eigenen Parteien unterstützten.3






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