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  • Napoleon Bonaparte besetzte einige Teile Europas und verbreitete die Ideen der Französischen RevolutionNapoleon Bonaparte besetzte einige Teile Europas und verbreitete die Ideen der Französischen Revolution
  • In den besetzten Staaten wurde das liberale Gesetzbuch In den besetzten Staaten wurde das liberale Gesetzbuch "Code Civil" eingeführt
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  • Auf dem Wiener Kongress 1814/15 wurden Napoleons Reformen wieder rückgängig gemachtAuf dem Wiener Kongress 1814/15 wurden Napoleons Reformen wieder rückgängig gemacht

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Quellenverweise

Reichsdeputations
-hauptschluss

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Die Französische Revolution und Napoleons Kriege haben Europa zu Beginn des 19. Jahrhundert nachhaltig beeinflusst. Zu dieser Zeit existierte Deutschland aber noch nicht als moderner Nationalstaat mit festen Grenzen. Der deutschsprachige Raum war ein Flickenteppich, der aus über 300 Klein- und Mittelstaaten bestand. Er wurde als „Heiliges Römisches Reiches deutscher Nation“ bezeichnet, das sich im Mittelalter etabliert hatte. Als Napoleon um 1800 in einige Teile Europas marschierte, wurde dieses Herrschaftsgebilde durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst.

Napoleonische Kriege

In Frankreich war 1789 die Revolution ausgebrochen. Sie beseitigte den Absolutismus, die Ständegesellschaft und die Leibeigenschaft der Bauern. Der Adel genoss nun nicht mehr so viele Vorrechte, während das Bürgertum politischen Einfluss gewann. Eine wichtige Grundlage für diesen Umbruch markierten die Ideen der Aufklärung. Seit 1792 führte Frankreich gegen europäische Großmächte die sogenannten Koalitionskriege. 1799 ergriff der französische General Napoleon Bonaparte die Staatsgewalt und führte die Kriege erfolgreich fort. Er versuchte, zahlreiche Staaten Europas zu unterwerfen und sie nach den Ideen der Französischen Revolution zu verändern1.

Reichsdeputationshauptschluss

Napoleons Armee hatte durch den Frieden von Lunèville 1801 deutsche Gebiete am linken Rheinufer annektieren können. Dies bildete die Grundlage für den Reichsdeputationshauptschluss, der 1803 in Regensburg verabschiedet wurde. Dadurch entschädigte Napoleon die weltlichen Fürsten des linken Rheinufers mit Gebieten der geistlichen Fürsten auf der rechten Seite des Rheins. Geistliche Fürstentümer gab es daher nicht mehr, sie wurden säkularisiert. Außerdem wurden die über 300 Klein- und Mittelstaaten zu größeren staatlichen Einheiten zusammengelegt, sie wurden mediatisiert. Das Ende des Heiligen Römischen Reiches war danach nur noch eine Frage der Zeit2.

Rheinbund

1806 war die Auflösung des Reiches nun offiziell. Napoleon machte einige Gebiete von sich abhängig. Er gründete den Rheinbund, in den viele deutsche Staaten eintreten und Napoleon Truppen stellen mussten. Gleichzeitig führte Napoleon den Code civil ein. Liberale und demokratische Ideen, wie Parlament, Gewaltenteilung, Grundrechte und freie Wirtschaft gaben wichtige Impulse. Die alte Ständegesellschaft und Leibeigenschaft der Bauern wurden langsam überbrückt. Dies machte aus den alten Monarchien allmählich bürgerlich-liberale Rechtsstaaten mit moderner Verwaltung und Beamtentum3.

Preußische Reformen

Preußen gehörte gemeinsam mit Österreich zu den vorherrschenden Großmächten innerhalb der deutschsprachigen Gebiete. Es verlor aber seinen Anspruch über die deutschen Einzelstaaten, nachdem es gegen Frankreich in der Schlacht von Jena und Auerstedt 1806 verloren hatte. Dies veranlasste die preußische Regierung dazu, innere Reformen einzuführen. Die Stein-Hardenberg’sche Reformen modernisierten das Heer und die staatliche Verwaltung. Die Niederlage gegen Frankreich hatte deutlich gemacht, dass das absolutistische System nicht effizient genug war. Daher gab es auch Ansätze, die eine Verfassung einführen und die Leibeigenschaft der Bauern beseitigen sollten. Doch die meisten dieser Ideen wurden nur teilweise oder gar nicht umgesetzt4.

Völkerschlacht bei Leipzig

Napoleon befand sich 1812 sogar auf einem Feldzug gegen Russland. Doch da wurde er zurückgeschlagen. Die Staaten des Rheinbundes stellten sich nun auf die Seite der Koalitionsmächte und drängten die französische Armee in die Defensive. Es beteiligten sich auch viele Freiwillige an dem Krieg. Dadurch wuchs allmählich ein deutsches Nationalgefühl. Nach der Schlacht bei Leipzig 1813 wurde die napoleonische Vorherrschaft über Europa schließlich beendet. Dies bedeutete aber auch, dass die liberalen Gesetze des Code Civil größtenteils wieder aufgehoben wurden. Auf dem Wiener Kongress stellten die europäischen Großmächte die alte Ordnung wieder her. Mit dem Deutschen Bund wurde ein lockerer Staatenbund als Friedensbündnis gegründet. Doch die liberalen und nationalen Ideen blieben bestehen und gewannen langfristig in der Zeit des Vormärz an Bedeutung5.

» Hier geht es zur Quellensammlung 

  1. 1. Fischer Weltgeschichte: Das Zeitalter der europäischen Revolution. 1780 – 1848. S. 144/145
  2. 2. Stollberg-Rilinger, Barbara: Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Vom Ende des Mittelalter bis 1806. 3. Auflage. München 2006. S. 112/113
  3. 3. Fischer Weltgeschichte: Das Zeitalter der europäischen Revolution. 1780 – 1848. S. 150/151
  4. 4. http://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/reformen-von-1807-wie-preussen-zur-grossmacht-wurde-a-499311.html
  5. 5. http://www.zeit.de/2013/39/voelkerschlacht-leipzig-1813





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