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Imperialismus

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Der industrialisierte und ökonomisch gewachsene Machtapparat Deutschlands bedeutete auch gleichzeitig imperialistische Konkurrenz, übersteigertes Nationalbewusstsein und Kolonialpolitik. Besonders Kaiser Wilhelm II. entfaltete sich seit seinem Amtsantritt 1888 als Imperialist und strebte für das Deutsche Reich einen Platz an der Sonne an1. Deutschland sollte zu einer militärischen und ökonomischen Großmacht werden und in Besitz von zahlreichen afrikanischen Kolonien gelangen. Diese strebsame Strategie führte zur verstärkten Deutschfeindlichkeit bei Großbritannien, Frankreich und Russland, welche sich infolge der deutschen Kolonialpolitik immer mehr verständigten.

Kolonialismus

Der Kolonialismus fand seinen Ursprung in der wirtschaftlichen, militärischen und technologischen Überlegenheit Europas. Er sollte der Sicherung von Rohstoffen, Arbeitskräften und Siedlungsgebieten für wachsende Bevölkerungen dienen. Des Weiteren illustrierte der Besitz von Kolonien ein gewisses Prestige als Weltmacht innerhalb Europas, das besonders vor dem Ersten Weltkrieg zu starken Konkurrenzkämpfen führte. Besonders Großbritannien besaß einen Großteil des afrikanischen Kontinents und begründete die Kolonialstrategie mit der Pax Britannica, welche für Sicherheit, Frieden und Gerechtigkeit in der Welt sorgen sollte2. Um 1900 umfasste das British Empire bereits einen Viertel der Weltbevölkerung. Darüber hinaus ging es um die Erhaltung des europäischen Gleichgewichts und Eindämmung anderer Weltmächte wie USA und Russland.

Wege zum Ersten Weltkrieg

Der Wille Kaiser Wilhelms II., aus Deutschland eine Großmacht zu formen, führte über lange Jahre hinweg zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nachdem Wilhelm II. den Reichskanzler Bismarck 1890 entlassen hatte, wurde der Rückversicherungsvertrag mit Russland nicht weiter verlängert. Bismarck wollte keine Konflikte auslösen und sah Deutschland im Falle eines Krieges von zwei Fronten bedroht. Durch Kolonialkriege isolierte sich das Deutsche Reich schrittweise von den Bündnispartnern.
Hinzu kommt, dass der Besitz von Kolonien kaum wirtschaftliche Erträge erbrachte und Europa eher in einen tiefgreifenden Konflikt führte3. Die beiden Marokkokrisen (1905 und 1911) illustrierten die Konkurrenz um die Kolonie Marokko zwischen Deutschland und den anderen europäischen Großmächten4. Diese Debatten leiteten Wege zum globalen Krieg ein.

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