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Karl Marx Biografie


Karl Marx war ein bedeutender Philosoph, der mit dem Kommunismus eine neue Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung entwickelte. Aufgrund seiner linksradikalen Einstellung blieb ihm eine erfolgreiche akademische Laufbahn verwehrt. Anschließend machte er Karriere bei der „Rheinischen Zeitung“, musste allerdings den Großteil seines Lebens im Exil verbringen. Dort schrieb er sein im Jahr 1848 erschienenes Hauptwerk „Das Kommunistische Manifest“.

Herkunft und Studium

Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 als Sohn eines Rechtsanwalts in Trier geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1835 begann er das Studium der Rechtswissenschaften in Bonn. Nur ein Jahr später erfolgte der Wechsel zur Friedrich-Wilhelms Universität in Berlin, wo er sich auch der Philosophie und Geschichte zuwendete. Das Abschlusszeugnis erhielt Marx im Jahr 1841. Kurz darauf reichte er seine Dissertation an der Universität Jena ein, wo er zum Doktor der Philosophie promovierte. Die von Marx in Bonn geplante Professur blieb ihm allerdings verwehrt. Seine linksradikale Grundhaltung war der konservativen Monarchie Preußens ein Dorn im Auge. Die Zeit war von Repression und einer Demagogenverfolgung geprägt.1

Tätigkeit als Redakteur

Nach seiner verwehrten akademischen Laufbahn wurde Marx im Jahr 1842 Journalist und wenig später auch Chefredakteur bei der „Rheinischen Zeitung„. Da diese in ihren Artikel demokratische und revolutionäre Ideen thematisierte, wurde die Zeitung nur ein Jahr später verboten. Pressefreiheit war in dieser Zeit allgemein unbekannt, da öffentliche Schriften im Rahmen der Karlsbader Beschlüsse einer Zensur unterzogen waren.2

Exil in Paris und Brüssel

Aufgrund politischer Verfolgung zog Karl Marx im Jahr 1843 mit seiner Ehefrau Jenny von Westphalen nach Paris. Dort veröffentlichte er die „Deutsch-Französischen Jahrbücher“ und publizierte Artikel für die sozialistische Zeitung „Vorwärts„. Da Frankreich von Preußen zu Marx‘ Auslieferung aufgefordert wurde, zog dieser 1845 nach Brüssel. In dieser Zeit lernte er Friedrich Engels kennen, mit dem er eine Programmschrift erarbeitete. Im Jahr 1848 erschien diese unter dem Namen „Das Kommunistische Manifest„. Nach der Märzrevolution 1848 kehrte Marx nach Köln zurück und wirkte an der „Neuen Rheinischen Zeitung“ mit. Infolge des Scheiterns der 1848er Revolution ging er erneut ins Pariser Exil, ehe er ein Jahr später nach London flüchtete.3

Londoner Exil

Im liberalen London nahm Marx seine schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Unterstützt wurde er dabei von seinem Gönner Friedrich Engels. Im Jahr 1859 veröffentlichte er „Zur Kritik der politischen Ökonomie“. 1864 wirkte er an der Gründung der „Ersten Internationale“ mit und nahm an kommunistischen Kongressen teil. Drei Jahre später erschien sein Hauptwerk „Das Kapital“. Durch seine Schriften hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Entstehung einer sozialistisch-revolutionären Arbeiterbewegung in Europa. Am 14. März 1883 starb Marx im Alter von 64 Jahren.4

Marx‘ politische Einstellung

Karl Marx kritisierte die infolge der Industriellen Revolution entstandene soziale Ungleichheit in der Gesellschaft. Er bezeichnete diese als „Klassenkampf“ zwischen Bourgeoisie und Proletariat. Das Übel sah Marx in den Produktionsverhältnissen. Während die Besitzenden über Kapital, Fabriken und Maschinen verfügten, konnten die Besitzlosen lediglich ihre Arbeitskraft anbieten. Die Folge waren Ausbeutung und Massenarmut in den Städten. Um die Lebensbedingungen der Arbeiterschaft zu verbessern, entwarf er gemeinsam mit Engels die Gesellschaftsform des Kommunismus. Die als „Marxismus“ bezeichnete Ideologie wurde infolge der Oktoberrevolution 1917 vor allem in der Sowjetunion populär und war unter dem Namen Marxismus-Leninismus die vorherrschende Staatsdoktrin des Ostblocks im Kalten Krieg (1945-1990).5

Verfasst von Fabio Schwabe

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