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  • Der sowjetische Generalsekretär Chruschtschow einigt sich mit Kennedy auf den Abzug der Raketen aus KubaDer sowjetische Generalsekretär Chruschtschow einigt sich mit Kennedy auf den Abzug der Raketen aus Kuba
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Quellenverweise

Kuba-Krise

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Im Oktober 1962 erreichte der Konflikt des Kalten Kriegs seinen Höhepunkt. Nur ganz knapp entging der Welt ein Atomkrieg zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion. In diesen Tagen blickte der ganze Globus auf Kuba, denn dort wurden sowjetische Mittelstreckenraketen gelagert, die sich unmittelbar auf die Vereinigten Staaten richteten. US-Präsident Kennedy und Regierungschef Chruschtschow stand eine schwierige Entscheidung bevor1.

Invasion in der Schweinebucht

Die Vorgeschichte begann mit Fidel Castro. Durch seine Revolution wurde Kuba 1959 in einen sozialistischen Staat umgewandelt, der seitdem nach kommunistischen Grundlagen regiert wurde. Während sich der Kontakt zu den USA verschlechterte, nahm Kuba diplomatische Beziehungen zur Sowjetunion auf. Um den Einfluss des Kommunismus in der Welt zurückzudrängen, beschloss die US-Regierung, durch geheime Operationen auf Kuba einzugreifen. Nach Planung der CIA sollten Exilkubaner in die Schweinebucht auf Kuba gelangen und von dort aus eine Gegenrevolution auslösen. Da der Plan aber nicht aufging, war es für die USA nicht mehr möglich, militärisch einzugreifen2

Stationierung von Mittelstreckenraketen

Um den Machteinfluss des jeweiligen Konkurrenten zurückzudrängen, stationierten beide Großmächte Mittelstreckenraketen. Da Kuba in der Nähe zu den USA lag und gute Kontakte zur Sowjetunion pflegte, wuchs bei der US-Regierung die Furcht, dass die Insel von sowjetischen Waffen belagert werden könnte. Die USA schickten Aufklärungsflugzeuge nach Kuba und entdeckten schließlich aufgestellte Raketen. US-Präsident Kennedy berief unmittelbar einen geheimen Krisenstab ein3.

Seeblockade

In einem Treffen mit dem sowjetischen Außenminister Andrej Gromyko wurde oftmals betont, dass die USA und die westlichen Besatzer West-Berlin der Sowjetunion überlassen sollen. Trotz der angespannten Lage und bevorstehendem Ausbruch eines Atomkriegs entschied sich Kennedy dazu, eine Seeblockade einzurichten und forderte Chruschtschow dazu auf, die Raketen aus Kuba abzuziehen. Obwohl die Blockade von der Sowjetunion nicht direkt akzeptiert und ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug über Kuba abgeschossen wurde, konnte einer Eskalation knapp entgangen werden4.

Lösung und Folgen

Chruschtschow erklärte sich schließlich dazu bereit, die Mittelstreckenraketen aus Kuba abzuziehen. Gleichzeitig mussten sich die USA dazu verpflichten, eine militärische Invasion auf Kuba zu unterlassen und ihre in der Türkei stationierten Raketen zu entfernen. Die UdSSR rüstete nach der Kuba-Krise verstärkt auf, um mit den USA gleichziehen zu können. Um solchen Konflikten künftig aus dem Weg zu gehen, verbesserten beide Supermächte die Kommunikation untereinander und richteten den Heißen Draht ein. Die aufgeheizte Stimmung konnte sich nun etwas entspannen5.






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1962


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