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Oktoberrevolution 1917

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Durch den Ersten Weltkrieg verschlechterte sich die Versorgungslage der russischen Bevölkerung. Hungerrevolten, Streiks und Plünderungen gehörten zur Tagesordnung. Im Februar 1917 spitzte sich die Lage nun zu. Soldaten liefen zu den Demonstranten über, sodass die gesamte Bewegung die Februarrevolution auslöste. Unterdessen bildeten sich an zahlreichen Orten sogenannte Sowjets, die den Zar erfolgreich von der Macht stürzen konnten.

Provisorische Regierung

Nachdem Zar Nikolaus II. abgedankt hatte, wurde durch die Duma eine Provisorische Regierung eingeführt. Nebenbei hatte sich mit den Sowjets eine große Bewegung entwickelt, die ebenfalls Ansprüche auf die Regierung erhob. Unter ihnen gaben insbesondere die Bolschewiki, die später die Macht übernehmen sollten, den Ton an. Somit kam es zu einer Doppelherrschaft, die aber nicht lange halten sollte. Im Juli 1917 ereigneten sich Attentate auf Ministerpräsident Lwow durch Lenin und Trotzki. Vor allem Lenins Aprilthesen fanden bei vielen Menschen Zustimmung, da er sich für Unterstützung der ärmeren Bevölkerungsschicht einsetzte. Ab Juli übernahm Kerenski die Führung der Provisorischen Regierung, aber auch er sollte nur wenige Monate an der Macht bleiben1. Hier geht es zum Artikel über die Provisorische Regierung.

Lenin und Bolschewiki

Da die Bevölkerung unter fatalen Versorgungsengpässen leiden musste, wollten die meisten Waffenstillstand und Brot. Genau diesen Wünschen entsprach das Parteiprogramm Lenins und der Bolschewiki, die den Menschen Friede, Land und Brot anboten. Die Bolschewiki gingen aus der SDAPR hervor, die sich 1903 mit den Menschewiki zerstritten hatten [Unterschiede Menschewiki & Bolschewiki]. Nachdem Lenin im April aus dem Exil nach Russland zurückgekehrt war, bereitete er sich mit seiner Partei auf einen bewaffneten Umsturz der Regierung vor. Da der Weltkrieg nämlich trotz großer Hungersnot fortgeführt wurde, wollten sie die gewaltsame Revolution2.

Oktoberrevolution

Im Oktober 1917 organisierten sich die Bolschewiki zum bewaffneten Aufstand gegen die Provisorische Regierung von Kerenski. Mit strategischer Unterstützung von Leo Trotzki konnten Lenin und die Bolschewiki ihre Macht festigen. Es kam zu nur geringen nennenswerten Straßenschlachten, da die Revolutionäre auf minimalen Widerstand stießen. Von nun an trat eine sozialistische Regierung unter Führung Lenins an die Macht. Die Revolte ereignete sich sehr unauffällig in der Öffentlichkeit und wurde meistens erst durch Zeitungen bekannt3.

Rat der Volkskommissare

Lenin übernahm die Führung und proklamierte im Rat der Volkskommissare die Sozialistische Sowjetrepublik. Die Bolschewiki, die sich nun KPdSU nannten, regierten praktisch allein und setzten sich zunächst für den Waffenstillstand mit dem Deutschen Reich ein. Um ihre Macht im Inneren zu festigen, unterzeichneten sie den Friedensvertrag von Brest-Litowsk. Erwähnenswert bleiben noch die Wahlen der verfassungsgebenden Versammlung. Die Bolschewiki erhielten dort nur geringe Stimmanteile, sodass sie die Versammlung durch Waffengewalt auflösten. Folgen waren Parteidiktatur und ein gewaltsamer Bürgerkrieg, der die soziale Lage erheblich verschärfen sollte4. Es folgte die Ära des Stalinismus.






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