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  • In der Frankfurter Paulskirche wurde am 18. Mai 1848 ein Parlament einberufen, um die Gründung eines deutschen Einheitsstaates vorzubereitenIn der Frankfurter Paulskirche wurde am 18. Mai 1848 ein Parlament einberufen, um die Gründung eines deutschen Einheitsstaates vorzubereiten
  • Streitigkeiten zwischen Liberalen und Demokraten führten zu monatelangen Verhandlungen und spalteten die RevolutionsbewegungStreitigkeiten zwischen Liberalen und Demokraten führten zu monatelangen Verhandlungen und spalteten die Revolutionsbewegung
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  • In Preußen wurde die Nationalversammlung im Dezember 1848 mit Waffengewalt aufgelöstIn Preußen wurde die Nationalversammlung im Dezember 1848 mit Waffengewalt aufgelöst
  • Im Frühjahr 1849 lehnt Preußens König Friedrich Wilhelm IV. die ihm angebotene Kaiserkrone ab. Damit scheitert die Revolution 1848/49Im Frühjahr 1849 lehnt Preußens König Friedrich Wilhelm IV. die ihm angebotene Kaiserkrone ab. Damit scheitert die Revolution 1848/49

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Quellenverweise

Gründe für das Scheitern der Revolution 1848

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Warum scheiterte die Revolution 1848/49? Im März 1848 konnten die Fürsten im Deutschen Bund innerhalb kurzer Zeit dazu gezwungen werden, liberale Parlamente einzuberufen. Selbst die Großmächte Preußen und Österreich waren erstarrt. Nachdem in der Frankfurter Paulskirche eine verfassungsgebende Nationalversammlung eingeführt wurde, begannen sich die Interessen der Revolutionäre aber allmählich zu spalten.

Spaltung der Liberalen und Demokraten

In der Revolution 1848/49 schlossen sich die Menschen erstmals zu politischen Parteien zusammen. Zu den zwei wichtigsten Gruppierungen zählten Liberale und Demokraten. Während Anhänger der Liberalen die wohlhabende und gebildete Gesellschaftsklasse des Bürgertums vertraten, setzten sich die Demokraten für die ärmeren Menschen ein. Zwischen beiden Parteien gab es keine Einigung darüber, ob gleiches Wahlrecht für alle oder nur für die wohlhabenden Schichten gelten solle. Auch die Debatte über eine zukünftige Staatsform, konstitutionelle Monarchie oder Republik, führte zur Spaltung beider Gruppierungen1.

Ablehnung der radikalen Revolution

Im März 1848 hatten die Revolutionäre noch gemeinsam gegen die Fürstenherrschaft protestiert, egal ob Bauer, Handwerker, Lehrer oder Professor. Nachdem die Fürsten der Staaten im Deutschen Bund gestürzt waren, traten die Unterschiede der Gesellschaftsschichten offen zu tage. Die Bauern forderten deutliche Verbesserungen ihrer sozialen Lage und waren daher dazu bereit, die Revolution zu radikalisieren. Doch dies war den Anhängern der Liberalen ein Dorn im Auge. Diese waren darüber in Sorge, dass sie ihren Wohlstand und sozialen Rang durch eine radikale Revolution verlieren könnten. Als die Bauern ihre gewaltsamen Proteste aber eingestellt hatten, verloren die Revolutionäre ihre wichtigste Stütze. Da auch die Nationalversammlung vom akademisch gebildeten Mittelstand dominiert war, erhielt diese den Beinamen „Professorenparlament2.

Streitfragen der Nationalversammlung

In der Frankfurter Nationalversammlung konnten sich die Politiker zudem nicht über die Zukunft Österreichs einigen. Zur Debatte standen die „großdeutsche“ und die „kleindeutsche“ Lösung. Um aber überhaupt derartig große Entscheidungen durchsetzen zu können, hätte die Nationalversammlung ein eigenes Heer benötigt. Gegenüber den starken Großmächten Preußen und Österreich hatten die Beschlüsse daher nur auf dem Papier Bedeutung3. Hier geht es zum Artikel über die Streitfrage der großdeutschen und kleindeutschen Lösung.

Konterrevolution Preußens und Österreichs

Im Sommer 1848 konnten die Großmächte Preußen und Österreich erfolgreich zurückschlagen. Da die Hochstimmung der Revolution allmählich erblasste und sich die Revolutionäre zerstritten hatten, konnte Wien im Oktober 1848 durch das kaiserliche Militär zurückerobert werden. In Preußen wurde die eingesetzte Nationalversammlung im Dezember 1848 unter Waffengewalt aufgelöst. Es war nun absehbar, dass sich die Revolution ihrem Ende zuneigte.

Ablehnung der Kaiserkrone

Trotz der erfolgreichen Konterrevolution der Fürsten verabschiedete die Frankfurter Nationalversammlung im März 1849 die Paulskirchenverfassung, die sie auch den Großmächten Preußen und Österreich vorlegte. Die Abgeordneten entscheiden sich für die kleindeutsche Lösung und eine konstitutionelle Monarchie, in der Preußens Friedrich Wilhelm IV. Kaiser sein solle. Dieser lehnte die ihm angebotene Krone ab, da er seine Macht nicht mit einem Parlament teilen wollte. Als im Juni 1849 das sogenannte Rumpfparlament in Stuttgart niedergeschlagen wurde, war die Revolution 1848/49 endgültig gescheitert4. Hier geht es zu den Gründen für die Ablehnung der Kaiserkrone von Friedrich IV.

» Hier geht es zur Quellensammlung






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