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  • In Preußen erstarkt nach Konflikt zwischen Parlament und Krone die GegenrevolutionIn Preußen erstarkt nach Konflikt zwischen Parlament und Krone die Gegenrevolution
  • Am 5. Dezember 1848 wird die preußische Nationalversammlung gestürmtAm 5. Dezember 1848 wird die preußische Nationalversammlung gestürmt
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  • Die vorgeschlagene Reichsverfassung der Nationalversammlung wird abgelehntDie vorgeschlagene Reichsverfassung der Nationalversammlung wird abgelehnt

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Quellenverweise

Konterrevolution

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Im Spätsommer 1848 kam die zu Beginn so erfolgreiche Revolution allmählich zum Erliegen. Als die Gegenrevolutionäre in Österreich und Preußen wieder das Heft in die Hand nahmen, verkleinerten sich die Erfolgschancen der Frankfurter Nationalversammlung auf ein Minimum. Dies lag neben militärischer Durchsetzungskraft auch daran, dass sich die Mitglieder des Parlaments nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen konnten und ihnen damit die Zeit davonlief.

Gegenrevolution in Österreich

Im Vielvölkerstaat Österreich waren die politischen Debatten maßgeblich geprägt von der Streitfrage um den Verbleib der verschiedenen Nationalitäten. Die Frankfurter Nationalversammlung hatte zwischenzeitlich vorgeschlagen, nur den westlichen Teil Österreichs zu einem großdeutschen Nationalstaat zu vereinen. Dies wurde aber niemals akzeptiert, da die Abspaltung Ungarns von Österreich verhindert werden sollte1. Im Gegensatz zum Deutschen Bund konnte sich in Österreich aber keine liberale Führungsschicht durchsetzen. Nachdem der Wiener Oktoberaufstand 1848 vom Militär zerschlagen werden konnte, wurde das alte System der Obrigkeit wiederhergestellt.

Konflikte in Preußen

In Preußen gab es in der Nationalversammlung schnell Konflikte zwischen der politischen Linken und König Friedrich Wilhelm IV. Sie wollten ein vom Volk gewähltes Parlament und damit ein demokratisches Preußen aufbauen. Wilhelm IV. appellierte an seine Stellung als König von Gottes Gnaden und forderte somit Mitsprache- und Kontrollrechte2. Vom gegenrevolutionären Militär wurde die Nationalversammlung, das besonders von der unteren Mittelschicht vertreten war, somit als radikal eingestuft. Da es demnach zu einem Streit um die Verfassung kam, organisierte Wilhelm IV. einen militärischen Staatsstreich und ließ die Nationalversammlung in Berlin am 5. Dezember 1848 zerschlagen3.

Ablehnung der Kaiserwürde

In Frankfurt tagte seit dem 18. Mai 1848 ebenfalls eine Nationalversammlung, die die Gründung eines deutschen Nationalstaats mit Verfassung vorbereiten sollte4. Im März 1849 erarbeitete das Parlament in der Paulskirche eine vorgeschlagene Reichsverfassung, die sich an Preußen, Österreich und die Staaten im Deutschen Bund richtete. Diese bot an, dass sich die Einzelstaaten mit Preußen als Großmacht zu einem kleindeutschen Nationalstaat vereinen. Friedrich Wilhelm IV. wurde angeboten, die Kaiserkrone zu übernehmen. Doch diese lehnte er ab, da er mit der von der Paulskirche vorgeschlagenen Verfassung nicht einverstanden war [Quelle]5. Hier geht es zu den Gründen für die Ablehnung der Kaiserkrone von Friedrich IV.

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