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  • Teilnehmer der Konferenz: Churchill, Truman und StalinTeilnehmer der Konferenz: Churchill, Truman und Stalin
  • 1945 wurde Deutschland in vier Besatzungszonen eingeteilt: Großbritannien (grau), USA (blau), Frankreich (grün) und Sowjetunion (rot)1945 wurde Deutschland in vier Besatzungszonen eingeteilt: Großbritannien (grau), USA (blau), Frankreich (grün) und Sowjetunion (rot)
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Potsdamer Konferenz 1945

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Auf der Potsdamer Konferenz versammelten sich nach der deutschen Kapitulation 1945 die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, um über die politische und geografische Neuordnung Deutschlands zu entscheiden. Zu den wichtigsten Teilnehmern gehörten der US-amerikanische Präsident Truman, der russische Generalsekretär Stalin und der britische Premierminister Churchill sowie deren Berater bzw. Generalstäbe. Dabei ist es erwähnenswert, dass die französische Regierung nicht zur Konferenz eingeladen wurde, obwohl Frankreich ebenfalls als Siegermacht des Zweiten Weltkriegs galt1.

Grundlegende Ziele

Einigkeit bestand bei den Siegermächten darin, Deutschland vorerst politisch und militärisch zu entmachten. Von Deutschland sollte keine erneute Kriegsgefahr mehr aufkommen können. Diese Ziele sind allgemein bekannt als die 5 Ds: Demilitarisierung, Denazifizierung, Demontage, Dezentralisierung und Demokratisierung. Demnach wurde die deutsche Kriegsindustrie vollkommen zerschlagen, das Militär entwaffnet und nationalsozialistische Kriegsverbrecher verhaftet2. Dies mündete 1945/1946 in den Nürnberger Prozessen, bei denen die meisten Angeklagten lebenslänglich verurteilt wurden. Politisch teilten die Siegermächte Deutschland und Berlin als zentraler Ort in vier Besatzungszonen auf. In Berlin entschied nun der Alliierte Kontrollrat über politische Veränderungen.

Konfrontationen

Der allmähliche Wandel von der Kooperation zur Konfrontation zeigte sich erstmals in der Frage um den Verbleib der Oder-Neiße-Grenze östlich zu Polen3. Zusätzlich forderte die Sowjetunion hohe Reparationszahlungen. Bei den Westmächten wuchs zudem das Misstrauen gegenüber der russischen Politik, da die Sowjetunion nach 1945 mehrere Satellitenstaaten in Osteuropa bildete und diese ökonomisch an sich band. Deswegen verfolgte US-Präsident Harry Truman eine Containment-Politik und verabschiedete die Truman-Doktrin, um den wirtschaftlichen Einfluss der Sowjets in Europa zurückzudrängen4. Aufgrund der Versorgungsengpässe in Deutschland zwischen 1946/47 boten die USA mit dem Marshallplan allen europäischen Ländern – auch der Sowjetunion – finanzielle Hilfeleistungen für eine stabile Wirtschaftsordnung an. Da die Sowjets den Plan ablehnten, distanzierten sich die USA zunehmend vom Osten. Den Beginn der Abgrenzung zur Sowjetunion markierte die Zusammenlegung der amerikanischen und britischen Besatzungszone zur Bizone. Ein Jahr später erweiterte Frankreich dieses Gebiet zur Trizone.5. Deutschland konnte wegen der wachsenden Konfrontationen nicht mehr einheitlich regiert werden: Demokratie und Kapitalismus waren offensichtlich nicht vereinbar mit Sozialismus und Planwirtschaft. Hier geht es weiter zur Berlin-Blockade.

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