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  • In Russland ergreifen die Bolschewiki unter Lenins Führung die Macht, 1917In Russland ergreifen die Bolschewiki unter Lenins Führung die Macht, 1917
  • Im Herbst 1918 drängt auch der konservative Leiter der OHL, Paul von Hindenburg, auf einen WaffenstillstandIm Herbst 1918 drängt auch der konservative Leiter der OHL, Paul von Hindenburg, auf einen Waffenstillstand
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Quellenverweise

Folgen des Ersten Weltkriegs

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Noch während des Ersten Weltkriegs sorgten die Bolschewiki 1917 unter Führung Lenins und Trotzkis für den Umsturz der russischen Regierung. Die OHL begrüßte die Ereignisse zunächst, da sich die Bolschewistische Partei für einen sofortigen Waffenstillstand mit Deutschland aussprach, um die eigene Revolution nicht zu gefährden. Durch den Friedensvertrag von Brest-Litowsk war der Krieg für Deutschland an der Ostfront beendet1. Somit konnte man alle Kräfte für die Kampfhandlungen im Westen einsetzen. Auf deutscher Seite hoffte man noch darauf, den Weltkrieg für sich zu entscheiden. Der Kriegseintritt der USA machte aber alle Ziele und Pläne der OHL im Endeffekt hinfällig.

Geopolitische Veränderungen

Das Jahr 1917 wird oft als „Epochenjahr“ bezeichnet, da sich die Weltordnung entscheidend verändert hatte. In Russland ergriffen die Bolschewiki in der Oktoberrevolution mit Lenin als Führungsträger die Macht und formierten das Land in ein kommunistisches Staatssystem um. Die Ideologie nach Karl Marx und Friedrich Engels gewann in Europa zunehmend an Bedeutung und begünstigte die Bildung zahlreicher kommunistischer Parteien. Diese wollten Russische Revolution europaweit verbreiten. Des Weiteren stiegen die USA nach ihrem Kriegseintritt zur neuen Weltmacht auf. Der US-Präsident Woodrow Wilson veröffentlichte mit seinem 14-Punkte-Plan die Idee einer europäischen Friedensordnung und legte damit den Grundstein für die Errichtung des Völkerbundes2. Im Laufe des 20. Jahrhunderts führte die Konkurrenz der neuen Weltmächte (USA und Sowjetunion) zum Kalten Krieg.

Parlamentarisierung

Als sich die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg allmählich anbahnte, setzten sich die demokratischen Parteien für einen sofortigen Waffenstillstand ein. Sie forderten eine Lösung ohne Annexionen und Entschädigungen. Parteimitglieder der Deutschen Vaterlandspartei waren für die Fortsetzung des Krieges in der Hoffnung, die Schlacht doch noch für sich entscheiden zu können. 1917 verfassten die demokratischen Parteien eine Friedensresolution, die unmittelbar für die Einstellung der Kampfhandlungen sorgen sollte. Als sich die deutsche Niederlage im Herbst 1918 abzeichnen ließ, gab schließlich auch die Oberste Heeresleitung auf. Nun war die Parlamentarisierung eine logische Konsequenz. Infolgedessen traten erstmals Vertreter der SPD in die Regierung ein3. Mit den Oktoberreformen von Reichskanzler Max von Baden wurde das Reich für kurze Zeit zu einer parlamentarischen Monarchie. Schon kurz darauf kam es zur Abdankung des Kaiser Wilhelm II. und zur Novemberrevolution. Nach politischen Unstimmigkeiten wurde im Januar 1919 die erste deutsche parlamentarische Republik gegründet.

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