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Anforderungsbereiche und Operatoren in Geschichte


Die Aufgaben in einem kompetenzorientierten Geschichtsunterricht gliedern sich in drei aufbauende Schwierigkeitsstufen, die auch „Anforderungsbereiche“ genannt werden und verschiedene „Operatoren“ beinhalten. Folgende Aufgabentypen gehörten zu diesen drei Anforderungsbereichen:

Anforderungsbereich 1

Beim ersten Anforderungsbereich geht es um die Wiedergabe (Reproduktion) von Wissen im Rahmen eines abgegrenzten historischen Zeitraums.

Operatoren: beschreiben, nennen, wiedergeben, zusammenfassen

Anforderungsbereich 2

Beim zweiten Anforderungsbereich sollen die Lernenden bestimmte historische Sachverhalte in ihren Zusammenhängen erklären und ordnen (Reorganisation und Transfer). In Prüfungen muss der Inhalt einer ausgewählten Quelle in den historischen Kontext eingebunden werden.

Operatoren: recherchieren, untersuchen, vergleichen, analysieren, begründen, erläutern, charakterisieren, deuten, herausarbeiten, einordnen

Anforderungsbereich 3

Im Rahmen des dritten Anforderungsbereichs müssen Schülerinnen und Schüler beweisen, dass sie über ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein verfügen. Darin nehmen sie Stellung zu Problemfragen, die sich auf eine Quelle und ihren historischen Kontext beziehen. Es geht um die Formulierung differenziert begründeter Sach- und Werturteile (Reflexion und Problemlösung).

Operatoren: beurteilen, bewerten, deuten, diskutieren, entwickeln, erörtern, gestalten, Stellung nehmen

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Der Autor

Dieser Beitrag wurde am 23. August 2020 verfasst von Fabio Schwabe, Mettmann. Die aktuelle Version stammt vom 24. August 2020. Fabio Schwabe ist Gymnasiallehrer der Fachrichtung Geschichte und Gründer von Geschichte kompakt.

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