Lexikon

    Anzeige


Fehler gefunden?


Du hast einen inhaltlichen oder formalen Fehler in diesem Artikel gefunden? Bitte melde ihn mittels unseres Feedback-Formulars. Danke!
Quellenverweise

Londoner Sechsmächtekonferenz

Jetzt Zusammenfassungen downloaden!

Die Londoner Sechsmächtekonferenz 1948 wurde zur Voraussetzung für die Gründung der BRD. Dort trafen sich die drei westlichen Besatzungsmächte und Vertreter der Benelux-Staaten, um die Neugründung eines westdeutschen Staates vorzubereiten. Da die Sowjetunion nicht über die Pläne der Westmächte informiert wurde, trat sie aus dem Alliierten Kontrollrat aus. Daraufhin kam es zur deutschen Teilung.

Vorgeschichte

Seit der Potsdamer Konferenz 1945 hatten sich die politischen Ziele zwischen den Westmächten und der Sowjetunion immer mehr unterschieden. Wegen des aufkommenden Ost/West-Konflikts vereinigten die USA und Großbritannien ihre Besatzungszonen 1947 zur Bizone, die Frankreich ein Jahr später zur Trizone erweiterte. Durch die Einführung des Marshallplans und Währungsreform kam es wenig später bereits zur wirtschaftlichen Spaltung Deutschlands. Da jegliche Kooperation mit der Sowjetunion unmöglich schien, riefen die westlichen Besatzungsmächte im Februar 1948 die Londoner Sechsmächtekonferenz ein. Dort sollten die Grundlagen für die Neugründung eines westdeutschen Staates geschaffen werden.1

Verlauf

Die Londoner Sechsmächtekonferenz dauerte vom 23. Februar 1948 bis 2. Juni 1948. Teilnehmer waren Vertreter der westlichen Besatzungsmächte USA, Großbritannien, Frankreich sowie der drei Benelux-Staaten Luxemburg, Niederlande und Belgien. Ziel und Zweck der Konferenz war der Aufbau eines demokratischen und föderalistischen Staates, der sich in die westliche Völkergemeinschaft integrieren sollte. Mit den Londoner Empfehlungen wurden die drei westlichen Militärregierungen dazu beauftragt, die Ministerpräsidenten der elf westdeutschen Länder zur Einberufung eines parlamentarischen Rates anzuweisen. Auf diese Weise sollte dem deutschen Volk zumindest teilweise wieder die Verantwortung über die eigene Politik überlassen werden.2

Folgen

Die Londoner Empfehlung wurde mit der Einschränkung verabschiedet, dass der westdeutsche Staat keine ABC-Waffen benutzen und nicht in die sowjetische Besatzungszone einschreiten dürfe. Eine weitere Folge der Londoner Sechsmächtekonferenz waren die Frankfurter Dokumente. Infolgedessen wurde von den elf westdeutschen Ministerpräsidenten ein parlamentarischer Rat einberufen, der die Gründung eines demokratischen und föderalistischen westdeutschen Staates vorbereiten sollte. Da die Sowjetunion nicht über die Pläne der westlichen Staaten informiert wurde, trat sie aus dem Alliierten Kontrollrat aus. 1949 kam es schließlich zur deutschen Teilung in BRD und DDR.3






Siocial Network


Google