Friedensordnung nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 begann die schrittweise Errichtung einer bipolaren Weltordnung. Die Supermächte USA und Sowjetunion standen sich mit unvereinbaren politischen Zielen gegenüber und teilten die Welt – getrennt durch den Eisernen Vorhang – in zwei Machtblöcke auf. Deutschland lag im Mittelpunkt dieser Aufspaltung und bestand seit 1949 aus den zwei Teilstaaten BRD und DDR.

Zweiter Weltkrieg

Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. 1941 verbündeten sich die USA, Großbritannien und Sowjetunion in der Atlantik-Charta gegen die gewaltsame Kriegs- und Vernichtungspolitik des „Dritten Reichs„. Nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 wurde aus dieser Anti-Hitler Koalition zunehmend ein Ost-/West-Konflikt, der vom Gegensatz der Weltmächte USA und Sowjetunion geprägt wurde. Streitigkeiten über die politische und geografische Neuordnung Deutschlands prägten den Alltag und machen eine Einigung immer unwahrscheinlicher.

Potsdamer Konferenz

Nach der deutschen Kapitulation wurde Deutschland von den Siegermächten USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Ein Alliierter Kontrollrat übernahm die provisorische Regierungsgewalt. Auf der Potsdamer Konferenz trafen sich im Juli/August 1945 die alliierten Regierungschefs, um über die zukünftige Vorgehensweise zu verhandeln. Einigung bestand bei den Teilnehmern in den sogenannten 5 Ds. Deutschland sollte vollständig demokratisiert, demilitarisiert, dezentralisiert, denazifiziert und – in Bezug auf Waffenindustrie – demontiert werden. Unstimmigkeiten ergaben sich jedoch bei Fragen um die Oder-Neiße-Grenze und Reparationsforderungen von der Sowjetunion. Mit dem Potsdamer Abkommen wurde zunächst kein Friedensvertrag beschlossen, sondern die provisorische Regierungsarbeit in den vier Besatzungszonen fortgeführt.

Teilung in zwei Machtblöcke

Im Zweiten Weltkrieg hatte die Sowjetunion zahlreiche Gebiete in Mittel- und Osteuropa unter Kontrolle gebracht und als Satellitenstaaten installiert. Sie schuf damit einen eigenen Sicherheitsgürtel gegen den Westen. Die USA fühlten sich von dieser Vorgehensweise bedroht und betrieben – durch die Truman-Doktrin verkündet – seit 1947 eine Containment-Politik. Damit sollte der sowjetische Einfluss in der Welt eingedämmt werden, indem bedrohten Staaten militärische Unterstützung zugesagt wurde. Des Weiteren sorgten die USA mit dem Marshallplan für ein finanzielles Wiederaufbauprogramm der westeuropäischen Staaten und ermöglichten damit ein stabiles Gegengewicht zum Osten. Aus dieser zunehmenden Abgrenzung resultierte 1949 die Spaltung Deutschlands in BRD und DDR.

Kalter Krieg

Die USA und Sowjetunion banden ihre Bündnispartner in eigene Verteidigungsbündnisse ein. Auf die Gründung der NATO und Wiederbewaffnung der BRD 1955 reagierte die Sowjetunion kurz darauf mit dem Warschauer Pakt. Diese Zeit war von militärischer Aufrüstung, Stellvertreterkriegen und Abgrenzung geprägt. Das atomare Wettrüsten führte in der Kuba-Krise 1962 beinahe zum Ausbruch eines neuen Weltkrieges. Die beiden Supermächte einigten sich folglich auf eine bessere Verständigung in Form einer „friedlichen Koexistenz“, um weitere Eskalationen im Vorhinein zu verhindern. Mit der wirtschaftlichen Krise und den Reformen „Perestroika und Glasnost“ von Michail Gorbatschow ging der Kalte Krieg Ende der 1980er Jahre seinem Ende zu. Der „Mauerfall“ in der DDR am 9. November 1989 leitete die Wende zur deutsch-deutschen Wiedervereinigung ein, die gleichzeitig das System der bipolaren Welt sprengte. Die Sowjetunion wurde 1991 aufgelöst.

Fabio Schwabe

Der Autor

Dieser Beitrag wurde am 23.01.2018 verfasst von Fabio Schwabe, Mettmann. Die aktuelle Version stammt vom 31.01.2021. Fabio Schwabe ist Gymnasiallehrer der Fachrichtung Geschichte und Gründer von Geschichte kompakt

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