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Quellenverweise

Geschichte der Vereinten Nationen (UNO)

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Die Vereinten Nationen (UNO) entstanden unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945. Als vorrangige Ziele dieser globalen Organisation gelten Friedenssicherung, Menschenrechtspolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts weiteten sich die Kompetenzen der UNO, der fast alle Staaten beitraten, auf immer mehr Politikfelder aus.

Gründung der UNO

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg gab es mit dem Völkerbund eine Vorläuferorganisation der UNO. Während des Zweiten Weltkrieges verbündeten sich 1942/1943 die USA, Großbritannien und die Sowjetunion in einer „Anti-Hitler-Koalition“ gegen das Deutsche Reich. In dieser Zeit entstanden die Atlantik-Charta und Deklaration der Vereinten Nationen. Die Gründung einer internationalen Organisation zur Friedenssicherung wurde auf der Konferenz von Teheran beschlossen. Im Juni 1945 unterzeichneten schließlich 50 Staaten die UN-Charta der Vereinten Nationen. Offizieller Gründungstag ist der 24. Oktober 1945, da Polen die Urkunde als 51. Mitglied erst später ratifiziert hatte.

Erklärung der Menschenrechte

Nachdem am 10. Januar 1946 zum ersten Mal die UN-Generalversammlung in London tagte, entstanden die UN-Menschenrechtskommission, der UN-Sicherheitsrat und das UN-Sekretariat. Weitere Institutionen waren der UN-Wirtschafts- und Sozialrat sowie der Internationale Gerichtshof. Als ständiger Sitz der Generalversammlung wurde New York City beschlossen. Zwei Jahre später erfolgte die Gründung der Weltgesundheitsorganisation. 1948 wendete die UNO erstmals das Prinzip der kollektiven Sicherheit an, indem sie eine Friedensmission in den Palästinakrieg entsandte. Am 10. Dezember 1948 wurde darüber hinaus die Allgemeine Menschenrechtserklärung verkündet.

Entkolonialisierung-Charta

Im Jahr 1951 entstand auf Betreiben der UNO die Genfer Flüchtlingskonvention. In den Folgejahren wurde außerdem ein Friedenskonzept entwickelt, das im UN-Sicherheitsrat zwischen „peace-keeping“ und „peace-making“ unterschied. Zu den wichtigsten Beschlüssen gehörte darüber hinaus die sogenannte Entkolonialisierungs-Charta vom 14. Dezember 1960. Dadurch erhielten die ehemals kolonialisierten afrikanischen und asiatischen Länder ihr Selbstbestimmungsrecht und erhielten über den UN-Treuhandrat ihre Unabhängigkeit. Anschließend traten diese der UNO bei.

Entwicklungsdekade

Nach dem Beitritt zahlreicher afrikanischer Länder in die UNO wurden die 1960er Jahre als „erste Entwicklungsdekade“ erklärt. Die UNO steigerte demzufolge die internationale Entwicklungspolitik, die den Lebensstandard in diesen Ländern bis heute verbessern soll. Weitere bedeutende Verträge waren der UN-Sozial- und Zivilpakt sowie die Erklärung des Völkerrechts. Im Oktober 1971 erklärte die UN-Generalversammlung die Volksrepublik China als einzig legitimen Vertreter der chinesischen Bevölkerung. Infolge des Grundlagenvertrags wurden 1973 auch die deutschen Teilstaaten BRD und DDR in die UNO aufgenommen.

Golfkriege

Die Handlungsunfähigkeit des UN-Sicherheitsrates bei internationalen Konflikten wie dem Ersten Golfkrieg und dem Afghanistankrieg wurden zu Beginn der 1980er Jahre einmal mehr deutlich. Veränderungen gab es erst durch den sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow, der die allgemeine Abrüstung befürwortete und den Sicherheitsrat damit wieder handlungsfähig machte. Demzufolge konnten die oben genannten Konflikte 1987/88 beendet werden. Aufgrund weiterer friedensstiftenden Mission erhielten die Blauhelmsoldaten 1988 den Friedensnobelpreis. Auch im Zweiten Golfkrieg wurde der UN-Sicherheitsrat aktiv, indem er ein Handelsembargo gegen den Irak verabschiedete.

Ende des Ostblocks und Millennium-Ziele

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Ostblocks entstanden neue multiethnische Konflikte, die die Einsätze von UN-Friedenstruppen steigerten. Des Weiteren erarbeitete die UNO die sogenannten Millenniumsziele, die im neuen Jahrtausend für eine nachhaltige Entwicklung sorgen sollen. Dazu gehören unter anderem die Bekämpfung von Hunger und Armut, Primärschulbildung für alle, verbesserte Gesundheitssysteme sowie ökologische Nachhaltigkeit. Neben der Umweltpolitik ist auch die Friedenssicherung infolge der Terroranschläge in den USA 2001 in den Vordergrund gerückt. Diese beiden Themen spielen bis heute eine wichtige Rolle und stellen die UNO vor eine schwierige Bewährungsprobe.






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