Terroranschläge am 11. September 2001 (9/11)

Am 11. September 2001 (9/11) ereigneten sich islamistische Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington. Jener Tag gilt aufgrund seiner bis in die Gegenwart reichenden Folgen als Zäsur. Als Drahtzieher der Anschläge wurden Osama bin Laden und sein in Afghanistan operierendes Terrornetzwerk Al-Qaida verantwortlich gemacht. Als Reaktion rief die US-Regierung unter Präsident George W. Bush den “Krieg gegen den Terror” aus.

Vorgeschichte

Auf das World Trade Center in New York hatte es bereits im Jahr 1993 einen islamistisch motivierten Bombenanschlag gegeben. Die Zwillingstürme blieben seither ein präferiertes Anschlagsziel der Terrororganisation Al-Qaida, die sich seit den 1990er Jahren gegen die US-amerikanische Militärpräsenz im Nahen Osten richtete und den “Dschihad” proklamierte. Im Vorfeld der 9/11-Anschläge ereigneten sich Attentate auf US-Botschaften in Kenia und Tansania sowie die USS-Cole im Jemen.1

Verlauf

Am Morgen des 11. September 2001 entführten 19 islamistische Terroristen vier Verkehrsflugzeuge und steuerten diese – als Selbstmordattentat – in die beiden Türme des World Trade Centers und das Pentagon in Washington. Eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab. Die Türme des World Trade Centers brachen kurze Zeit darauf in sich zusammen. Bei den Anschlägen kamen insgesamt knapp 3000 Menschen ums Leben. Die verdächtigten Attentäter wurden wenige Tage nach 9/11 vom FBI identifiziert und ihre Verbindung zu bin Ladens Terrornetzwerk Al-Qaida vermutet.2

Folgen

Am 12. September 2001 rief die NATO den “Bündnisfall” aus. Am 20. September 2001 erklärte US-Präsident George W. Bush das Terrornetzwerk Al-Qaida und bin Laden zu den Drahtziehern der Anschläge. Bush stellte den Taliban in Afghanistan ein Ultimatum und forderte bin Ladens Auslieferung. Wenige Tage später rief Bush den “Krieg gegen den Terror” aus, der am 7. Oktober 2001 eingeleitet und auch mit Truppen der Bundeswehr unterstützt wurde. Im Jahr 2003 weitete sich der Krieg auf den Irak aus. Innenpolitisch wurde in den USA – durch den Patriot Act – der Ausnahmezustand verhängt und Bürgerrechte stark eingeschränkt. Die Zustände in Gefangenenlagern wie Guantanamo Bay werden bis heute von Menschenrechtsorganisationen kritisiert.3

Übersichtsbild: Einschlag von UA 175 im Südturm des World Trade Centers (2001), Autor: upstateNYer, Flickr user TheMachineStops (Robert J. Fisch), Lizenz: CC BY-SA 2.0

Fabio Schwabe

Der Autor

Dieser Beitrag wurde am 12.03.2020 verfasst von Fabio Schwabe, Mettmann. Die aktuelle Version stammt vom 06.03.2021. Fabio Schwabe ist Gymnasiallehrer der Fachrichtung Geschichte und Gründer von Geschichte kompakt

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