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Krieg gegen den Terror


Der von US-Präsident Bush verkündete „Krieg gegen den Terror“ war eine unmittelbare Reaktion auf die Anschläge des 11. September 2001. Er beabsichtigte die Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Vorrangig richtete sich der Krieg gegen das in Afghanistan operierende Terrornetzwerk Al-Kaida und seinen Führer Osama bin Laden. Im Jahr 2003 dehnte er sich auf den Irak aus.

Vorgeschichte

Bei den Terroranschlägen auf das World Trade Center und Pentagon am 11. September 2001 waren ca. 3000 Menschen gestorben. Einen Tag später rief die NATO den „Bündnisfall“ aus und erklärte die 9/11-Anschläge als kriegerischen Akt auf die USA. Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete einstimmig eine Anti-Terrorismus-Resolution. US-Präsident George W. Bush verkündete in einer Rede am 20. September 2001 den „Krieg gegen den Terror“ . Dieser richtete sich vor allem gegen Al-Kaida und deren Führer Osama bin Laden, der als Drahtzieher für den Terrorakt auf das World Trade Center beschuldigt wurde.1

Verlauf

Das den Taliban gestellte Ultimatum blieb wirkungslos. Daher starteten die USA und Großbritannien am 7. Oktober 2001 Luftangriffe auf Afghanistan (Operation Enduring Freedom). Im September 2002 verschärfte sich der Krieg infolge der Bush-Doktrin. Diese stellte die Grundlage für die US-Invasion im Irak 2003 dar, nachdem eine Verbindung zwischen Saddam Hussein und Massenvernichtungswaffen hergestellt wurde [Irakkrieg]. Der Krieg führte zum Sturz Saddam Husseins. Unter der Präsidentschaft Barack Obamas wurde der Begriff „Krieg gegen den Terror“ nicht mehr verwendet. Bin Laden konnte jahrelang nicht ausfindig gemacht worden. Er starb bei einer US-Operation im Mai 2011 in Pakistan.2

Folgen

Der von den USA geführte „Krieg gegen den Terror“ forderte seit 2001 über eine Million Todesopfer. Trotz andauernder Militärpräsenz sind die Taliban in Afghanistan wieder stärker geworden. Der durch den Irakkrieg herbeigeführte Sturz Saddam Husseins hat die politische Lage in Irak bis heute destabilisiert. Kritiker bemängeln, dass der Krieg das Völkerrecht außer Kraft gesetzt und die Verbreitung des islamistischen Terrorismus befördert habe. Von Menschenrechtsorganisationen wird vor allem der Umgang mit Terrorverdächtigten in Guantanamo Bay und die durch den Patriot Act legitimierte Einschränkung der Bürgerrechte scharf kritisiert.3

Verfasst von Fabio Schwabe
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