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Libanonkrieg


Am 12. Juli 2006 begann der Libanonkrieg. Sein unmittelbarer Auslöser war die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die vom Libanon geduldete Hisbollah. Israel reagierte mit Luftangriffen und ließ seine Bodentruppen in den Südlibanon einmarschieren. Der Krieg endete mit einem Waffenstillstand am 14. August. Er forderte ca. 1500 Todesopfer.

Vorgeschichte

Der Libanonkrieg war eine Folge des langjährigen Nahostkonflikts. Nachdem Israel im Jahr 2000 sein Militär aus dem Südlibanon abgezogen hatte, kam es am Grenzgebiet vermehrt zu Konflikten zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee. Im Mai 2006 spitzte sich die Lage zu, als Mahoud Majzoub durch ein Bombenattentat getötet wurde. Die Hisbollah beschuldigte Israel für diesen Anschlag und griff eine israelische Militärbasis an. Israel wiederum attackierte ein palästinensisches Flüchtlingslager im Libanon. Am 25. Juni wurde ein israelischer Soldat von der Hamas gefangen genommen. Die Ereignisse veranlassten Israel zur Operation Sommerregen.1

Verlauf

Als unmittelbarer Auslöser des Libanonkrieges gilt die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die Hisbollah. Diese versuchte dadurch politischen Druck auf Israel auszuüben. Die israelische Regierung machte den Libanon für diese Entführung verantwortlich, da sie die Hisbollah unterstützen würde. Am 12. Juli 2006 startete Israel daher Luftangriffe auf die Infrastruktur des Libanons. Zwei Tage später folgte eine Luft- und Seeblockade. Die Hisbollah hingegen reagierte mit Raketenangriffen auf den Norden Israels. Am 23. Juli überquerten israelische Bodentruppen die Grenze zum Libanon und besetzten mutmaßliche Hisbollah-Hochburgen. Seit dem Luftangriff auf Kana wurde Israels Kriegsführung international kritisiert.2

Folgen

Am 26. Juli fand in Rom eine internationale Konferenz statt. Sie stellte die Grundlage für die UN-Resolution 1701 dar, die einen sofortigen Waffenstillstand für den 14. August festsetzte. Der Libanon verpflichtete sich zur Stationierung von 15.000 Soldaten (UNIFIL) an der israelisch-libanesischen Grenze. Libanon sollte die Hisbollah entwaffnen und die Freilassung der entführten Soldaten durchsetzen. Israel erklärte sich zum Abzug seiner Streitkräfte aus dem Süden des Libanons bereit. Seitdem hat sich die Lage am libanesisch-israelischen Grenzgebiet weitgehend beruhigt. Die Hisbollah sind allerdings weiterhin aktiv und werden von der libanesischen Regierung geduldet. Das Verhältnis zwischen Israel und Libanon ist aufgrund des Nahostkonflikts immer noch belastet.3

Verfasst von Fabio Schwabe
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