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Primärquellen und Sekundärquellen



Quellen sind die „Keimzelle“ der Geschichtswissenschaft. Aus deren Überlieferungen können Rückschlüsse auf die Vergangenheit gezogen werden. In wissenschaftlichen Arbeiten sind die beiden Grobkategorien Primärquellen und Sekundärquellen zu unterscheiden. Diese werden im Folgenden erläutert.

Die Bedeutung von Quellen

Quellen sind historische Erzeugnisse, die Auskunft darüber geben, wie und warum sich bestimmte Ereignisse in der Vergangenheit ergeben haben könnten. In der Geschichtswissenschaft sind Quellen ein wichtiges Werkzeug. Historiker leiten aus den von ihnen interpretierten Quellen Hypothesen ab und versuchen daraus bestimmte Erklärungszusammenhänge herzustellen. Unter Quellen können neben schriftlichen Überlieferungen auch Bauwerke, Münzen oder Bilder verstanden werden.

Primärquellen

Primärquellen sind unmittelbar im Zeitraum eines bestimmten Ereignisses verfasst worden. Diese stammen von Zeitgenossen, die ein Ereignis miterlebten und darüber berichteten. Zu dieser Quellengattung sind auch Bauwerke, Denkmäler, Münzen oder Bilder zu zählen, da sie aus erster Hand angefertigt wurden. Eine beispielhafte Primärquelle wäre Philipp Jakob Siebenpfeiffers Rede auf dem Hambacher Fest.

Sekundärquellen

Im Gegensatz dazu sind Sekundärquellen im zeitlichen Abstand zu einem bestimmten Ereignis entstanden. Dabei geht es um im Nachhinein geschriebene Berichte, die sich mit einer Primärquelle kritisch auseinandersetzen. Sekundärquellen sind oftmals fachwissenschaftliche Literatur und von Historikern publiziert worden. Beispiel hierfür wären Historikerurteile zu den Ursachen der friedlichen Revolution 1989 im Kontext des „Mauerfalls„.

(Bild designed by Creativeart – Freepik.com)

Verfasst von Fabio Schwabe

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