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Wissenschaftliche Literatur



Die in der Geschichtswissenschaft geschriebenen Publikationen lassen sich in verschiedene Gattungen unterteilen. Zu den Hauptkategorien gehören Monographien, Sammelbände, Zeitschriftenartikel, Lexikonartikel und Handbücher. Auch Internetquellen können dazu gerechnet werden – allerdings sind diese hinsichtlich der Qualität immer mit Vorsicht zu betrachten.

Monographien

Monographien sind wissenschaftliche Bücher, die von einem (oftmals auch zwei) Autoren geschrieben werden. Sie beziehen sich auf ein eng umgrenztes Thema. Als Beispiel hierfür kann das Werk „Langewiesche, Dieter: Europa zwischen Restauration und Revolution. 1815-1849, 3. überarbeitete Auflage, München 1993“ genannt werden.

Sammelbände

Im Gegensatz zu Monographien enthalten Sammelbände zahlreiche Aufsätze verschiedener Autoren. Das Thema eines Sammelbandes ist sehr allgemein formuliert und ermöglicht ein breites Spektrum an Beiträgen. Sie sind im Literaturverzeichnis anhand der Anmerkung „(Hsrg.)“ erkennbar. Beispiel: „Dross, Elisabeth (Hrsg.): Quellen zur Ära Metternich, Darmstadt 1999„.

Zeitschriftenartikel

In fachwissenschaftlichen Zeitschriften (z.B. „Historische Zeitschrift“) erscheinen regelmäßig wissenschaftliche Beiträge. Dabei geht es vor allem um Thesen zu neuen Forschungen in der Geschichtswissenschaft. Sie werden folgendermaßen im Literaturverzeichnis angegeben: „Steinbach, Peter: Nationalisierung, soziale Differenzen und Urbanisierung als Bedingungsfaktoren des Wahlverhaltens im Kaiserreich, Historical Social Research 15/2, 1990, S. 63-82″.

Lexikonartikel

Lexika zeichnen sich durch überblicksartige Kurzartikel zu historischen Stichworten aus. Zu den bekanntesten Lexika der Geschichtswissenschaft gehört „Der neue Pauly (DNP)“. Ein Beispiel hierfür: „Welwei, Karl-Wilhelm: Sparta, in: DNP, Band 11, Stuttgart 2001, Sp. 784„.

Handbücher

Bei Handbüchern geht es um die allgemeine und übersichtliche Darstellung zu einem breiten Themenspektrum. Die Autoren gehen neben den Darstellungstexten auch auf den aktuellen Forschungsstand und historische Streitfragen ein. Die Lektüre von Handbüchern eignet sich für den ersten Einblick in ein bestimmtes Thema. Ein beispielhaftes Werk ist das „Handbuch der deutschen Geschichte Bd. 19 – Das Dritte Reich 1933-1939“ aus der Reihe „Gebhardt“.

Internetquellen

Auch Internetquellen lassen sich teils den Gattungen wissenschaftlicher Fachliteratur zuordnen. Bei auf Internetseiten geschriebenen Darstellungstexten sind allerdings stets Angaben zum Autor und Datum sowie den verwendeten Quellen zu beachten. Im Gegensatz zu gedruckten Büchern können sich Internetseiten jederzeit ändern. Beispiel für eine Internetquelle: „https://www.geschichte-abitur.de/restauration-und-vormarz“ [zuletzt abgerufen: 24.08.2018].

(Hintergrund Foto erstellt von jcomp – de.freepik.com)

Verfasst von Fabio Schwabe

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