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War der Deutsche Bund ein Nationalstaat?

Wir haben in Geschichte jetzt das Thema “Deutscher Nationalismus im 19. Jahrhundert”. Im Jahr 1815 ist ja auf dem Wiener Kongress der Deutsche Bund gegründet worden. War das nicht bereits die deutsche Einheit und damit auch ein Nationalstaat? So wie ich das verstanden habe, haben die deutschen Staaten doch zusammengearbeitet und sich auch gegenseitig verteidigt?

Der Deutsche Bund wird in der Regel nicht als Nationalstaat gesehen sondern als lockeres Bündnis der Staaten untereinander. So fehlen etwa ein gemeinsames Oberhaupt, eine gemeinsame Regierung oder eine Hauptstadt… Es gibt zwar einen quasi Bundestag, doch ist er nicht als Parlament ausgelegt. Das ist auch der Grund, warum noch lange (vom Volk aus) nach einem Staat gestrebt wurde.

Martin_Wallstein hat auf diesen Beitrag reagiert.
Martin_Wallstein

Die Frage hat @daniel-gruber schon ganz gut beantwortet. Der Deutsche Bund war eher ein lockerer Staatenbund, in dem jeder Fürst seine Souveränität behalten durfte. Das war ein wichtiges Ziel der Monarchen auf dem Wiener Kongress, weil man auf diese Weise das Gleichgewicht der Großmächte in Europa (Pentarchie) aufrechterhalten wollte. Ein deutscher Nationalstaat in der Mitte Europas hätte dieses Gleichgewicht verschoben, womit auch der Frieden und die alte Ordnung in Gefahr gebracht worden wären.

Daniel G. hat auf diesen Beitrag reagiert.
Daniel G.
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