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Arbeitsblatt zum Hambacher Fest


Zwischen dem 27. Mai und 1. Juni 1832 trafen sich ca. 30.000 Menschen auf dem Hambacher Fest, um ihre politischen Forderungen zu bekunden. Der Hauptorganisator Philipp Jakob Siebenpfeiffer hielt dort folgende berühmte Rede:

Ja, er wird kommen der Tag, wo ein gemeinsames deutsches Vaterland sich erhebt, das alle Söhne als Bürger begrüßt, und alle Bürger mit gleicher Liebe, mit gleichem Schutz umfaßt; wo die erhabene Germania dasteht, auf dem erzenen Piedestal [Säule] der Freiheit und des Rechts, in der einen Hand die Fackel der Aufklärung, welche civilisirend hinausleuchtet in die fernsten Winkel der Erde, in der andern die Wage des Schiedsrichteramts, streitenden Völkern das selbsterbetene Gesetz des Friedens spendend, jenen Völkern, von welchen wir bis jetzt das Gesetz der Gewalt und den Fußtritt höhnender Verachtung empfangen. […] Es lebe das freie, das einige Deutschland! Hoch leben die Polen, der Deutschen Verbündete! Hoch leben die Franken, der Deutschen Brüder, die unsere Nationalität und Selbstständigkeit achten! Hoch lebe jedes Volk, das seine Ketten bricht und mit uns den Bund der Freiheit schwört! Vaterland – Volkshoheit – Völkerbund hoch!

Auszüge zitiert nach: Johann Georg August Wirth, Das Nationalfest der Deutschen zu Hambach, Neustadt a.H. 1832, S. 31-41.

Aufgaben:

  1. Lies dir die Quelle aufmerksam durch.
  2. Fasse Siebenpfeiffers Hauptaussagen in Stichpunkten zusammen.
  3. Such nach Textstellen, in denen Siebenpfeiffer seine Argumente stilistisch hervorhebt.
  4. Beurteile, inwiefern Siebenpfeiffers Rede auf dem Hambacher Fest exemplarisch für die Zeit des Vormärz gewesen ist.

Zusatzaufgabe:

  1. Untersuche die Formulierung „in der einen Hand die Fackel der Aufklärung […]“. Warum benutzt Siebenpfeiffer diese Aussage in seiner Argumentation?
Verfasst von Fabio Schwabe

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