Im Jahr 1920 veröffentlichte die noch junge NSDAP ihr sogenanntes “25-Punkte-Programm”: 

1. Wir fordern den Zusammenschluss aller Deutschen auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes der Völker zu einem Groß-Deutschland.

2. Wir fordern die Gleichberechtigung des deutschen Volkes gegenüber den anderen Nationen. Aufhebung der Friedensverträge von Versailles und St-Germain.

3. Wir fordern Land und Boden (Kolonien) zur Ernährung unseres Volkes und Ansiedlung unseres Bevölkerungsüberschusses.

4. Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein. […]

7. Wir fordern, dass sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- und Lebensmöglichkeit der Staatsbürger zu sorgen. Wenn es nicht möglich ist, die Gesamtbevölkerung des Staates zu ernähren, so sind die Angehörigen fremder Nationen (Nicht-Staatsbürger) aus dem Reiche auszuweisen. […]

10. Erste Pflicht jedes Staatsbürgers muss sein, geistig oder körperlich zu schaffen. Die Tätigkeit des Einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen, sondern muss im Rahmen des Gesamten und zum Nutzen aller erfolgen. Daher fordern wir:

11. Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens, Brechung der Zinsknechtschaft. […]

13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten Betriebe. […]

23. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewusste politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, dass:

  • a) sämtliche Schriftleiter und Mitarbeiter von Zeitungen, die in deutscher Sprache erscheinen, Volksgenossen sein müssen […]
  • c) Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten. Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen eine Kunst- und Literaturrichtung, die einen zersetzenden Einfluss auf unser Volksleben ausübt, und die Schließung von Veranstaltungen, die gegen vorstehende Forderungen verstoßen […]

24. Wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Rasse verstoßen.

Auszüge zitiert nach: Walter Hofer (Hrsg.): Der Nationalsozialismus – Dokumente 1933-1945, Frankfurt/Main 1957, S. 28ff.

Aufgaben:

  • Lies dir die Quelle aufmerksam durch.
  • Fasse die wichtigsten Punkte in Stichworten zusammen.
  • Die NS-Ideologie baute auf den Säulen der Volksgemeinschaft, des Rassismus und Lebensraum im Osten auf. Finde Textstellen, in denen diese Punkte benannt werden.
  • Beurteile, inwiefern die politischen Ziele der NSDAP den Ausbruch eines Zweiten Weltkriegs herausforderten.
Fabio Schwabe

Der Autor

Dieser Beitrag wurde am 06.09.2018 verfasst von Fabio Schwabe, Mettmann. Die aktuelle Version stammt vom 07.03.2021. Fabio Schwabe ist Gymnasiallehrer der Fachrichtung Geschichte und Gründer von Geschichte kompakt

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