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Arbeitsblatt zur NS-Wirtschaftspolitik


Im Jahr 1936 veröffentlichte Adolf Hitler eine Denkschrift zum Vierjahrsplan seiner Wirtschaftspolitik:

[…] Wenn es uns nicht gelingt, in kürzester Frist die deutsche Wehrmacht in der Ausbildung, in der Aufstellung der Formationen, in der Ausrüstung und vor allem auch in der geistigen Erziehung zur ersten Armee der Welt zu entwickeln, wird Deutschland verloren sein! […] Wir sind übervölkert und können uns auf der eigenen Grundlage nicht ernähren. […] Die endgültige Lösung liegt in einer Erweiterung des Lebensraumes bzw. der Rohstoff- und Ernährungsbasis unseres Volkes. Es ist die Aufgabe der politischen Führung, diese Frage dereinst zu lösen. […] Es sind jetzt fast 4 kostbare Jahre vergangen. Es gibt keinen Zweifel, daß wir schon heute auf dem Gebiet der Brennstoff-, der Gummi- und zum Teil auch in der Eisenerzversorgung vom Ausland restlos unabhängig sein könnten. Genau so wie wir zur Zeit 7 oder 800.000 to Benzin produzieren, könnten wir 3 Millionen to produzieren. Genau so, wie wir heute einige tausend to Gummi fabrizieren, könnten wir schon jährlich 70 und 80.000 to erzeugen. Genau so, wie wir von 21/2Millionen to Eisenerz-Erzeugung auf 7 Millionen to stiegen, könnten wir 20 oder 25 Millionen to deutsches Eisenerz verarbeiten, und wenn notwendig auch 30. Man hat nun Zeit genug gehabt, in 4 Jahren festzustellen, was wir nicht können. Es ist jetzt notwendig, auszuführen, das, was wir können. Ich stelle damit folgende Aufgabe: I. Die deutsche Armee muß in 4 Jahren einsatzfähig sein. II. Die deutsche Wirtschaft muß in 4 Jahren kriegsfähig sein.

Auszüge zitiert nach: W. Lautemann, M. Schlenke (Hg.), Geschichte in Quellen, Weltkriege und Revolutionen 1914-1945, München 1961, S. 321-322.

Ein Vergleich der Arbeitslosigkeit zwischen 1924 und 1938 zeigt:

  • 1924: 4,9 Mio. Arbeitslose
  • 1926: 10,0 Mio. Arbeitslose
  • 1929: 8,5 Mio. Arbeitslose
  • 1932: 29,9 Mio. Arbeitslose
  • 1933: 25,9 Mio. Arbeitslose
  • 1934: 13,5 Mio. Arbeitslose
  • 1935: 10,3 Mio. Arbeitslose
  • 1936: 7,4 Mio. Arbeitslose
  • 1937: 4,1 Mio. Arbeitslose
  • 1938: 1,9 Mio. Arbeitslose

Zitiert nach: H.-U. Thamer: Verführung und Gewalt. Deutschland 1933-1945, Berlin 1994, S. 470.

Aufgaben:

  1. Lies dir die Quelle durch und untersuche die Statistik zur Arbeitslosigkeit.
  2. Fasse Hitlers Ziele des Vierjahresplans in Stichworten zusammen.
  3. Erläutere, warum der Krieg ein unausweichliches Ziel des NS-Regimes ist.
  4. Beurteile, inwiefern die auf den Krieg vorbereitende NS-Wirtschaftspolitik die Arbeitslosigkeit reduziert hat.

Zusatzaufgabe:

  1. Im „Dritten Reich“ hat die Regierung die Wirtschaft durch die Notenpresse künstlich angekurbelt und sich damit hoch verschuldet. Beurteile, inwiefern diese Wirtschaftspolitik die massenhafte Unterstützung des NS-Regimes begünstigt hat.
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Verfasst von Fabio Schwabe

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