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Arbeitsblatt zur Propaganda in der DDR


Die politischen und ideologischen Gegensätze zwischen BRD und DDR spiegelten sich auch in den Wissenschaften wieder: In einem DDR-Lexikon (1985) wurden die Begriffe „Agitation und Propaganda“ folgendermaßen definiert: 

Agitation und Propaganda (lat): polit.-ideolog. Einwirken auf das Bewusstsein und Stimmung der Volksmassen, Verbreitung und Erläuterung von polit. Ideen, Lehren und Grundsätzen einer Weltanschauung, A. und P. sind wichtige Instrumente des Klassenkampfes. Die polit. A. und P. der marxist. leninist. Parteien dient der Entwicklung des revolutionären Bewusstseins und der polit. Aktivität der Volksmassen sowie der Herausbildung einer wissenschaftl. Weltanschauung. Sie zeichnet sich aus durch Ideengehalt, Wissenschaftlichkeit, offene Parteilichkeit, Volksverbundenheit und Lebensnähe und differenziertes Vorgehen, Vielfalt der Mittel und polem. Geist. Sie unterscheidet sich in Inhalt, Zielen, Formen und Methoden grundsätzlich von der imperialist. Meinungsmanipulation, die der Verschleierung der wirkl. Verhältnisse dient.

Zitiert nach: Saskia Handro, Alltagsgeschichte. Alltag, Arbeit, Politik und Kultur in SBZ und DDR, Schwalbach/Ts. 2004, S. 223.

Aufgaben:

  1. Lies dir die Quelle aufmerksam durch.
  2. Erläutere, wie das Lexikon die Begriffe „Agitation und Propaganda“ definiert.
  3. Vergleiche die Definition mit aktuellen Lexika bzw. Enzyklopädien.
  4. Beurteile, inwiefern es „Meinungsmanipulation“ (laut Lexikon) nur im Westen gegeben habe.

Zusatzaufgabe:

  1. Stelle Vermutungen an, warum sich die DDR-Führung für eine derartige Darstellung des Propagandabegriffs entschieden haben könnte.
Verfasst von Fabio Schwabe

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