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Arbeitsblatt zur Rolle der Frau in der Antike


Der antike griechische Schriftsteller Xenophon schilderte in seiner Schrift „Oikonomikos“ das Rollenverständnis von Mann und Frau in seiner Zeit: 

Da beide Arten von Arbeit nötig sind, die draußen und drinnen, schuf Gott die Natur des Weibes für die Arbeiten im Haus, die des Mannes für die Arbeiten außerhalb des Hauses. Denn der Mann ist mehr dazu geschaffen, Kälte und Wärme, Märsche und Feldzüge zu ertragen. Daher trug der Gott ihm die Arbeiten außerhalb des Hauses auf. Der Körper der Frau ist weniger widerstandsfähig, deshalb ist sie besser für die Arbeiten im Hause geeignet. Da sie aber mehr dazu befähigt ist, die kleinen Kinder aufzuziehen, gaben ihr die Götter die größere Liebe […]. Dass die Natur des Weibes furchtsamer ist als die des Mannes, darin sahen die Götter keinen Mangel. Dem Manne aber gaben sie mehr Kühnheit, da es zuweilen nötig sein könnte, sein Hab und Gut gegen zugefügtes Unrecht zu verteidigen. Weil aber beide Teile geben und nehmen müssen, verteilte er Gedächtnis und die Sorge in gleicher Weise. Daher kann man nicht unterscheiden, welches Geschlecht darin den Vorzug verdient, das männliche oder das weibliche.

Zitiert nach: Xenophon: Oikonomikos 7, 3ff, in: Xenophon. Die Sokratischen Schriften, Memorabilien, Symposion, Oikonomikos, Apologie, hrsg. und übers. von Ernst Bux, Suttgart 1956.

Aufgaben:

  1. Lies dir die Quelle aufmerksam durch.
  2. Fasse Xenophons Rollenverständnis von Mann und Frau in eigenen Worten zusammen.
  3. Erläutere, wie Xenophon die Rollenverteilung der Geschlechter begründet.
  4. Vergleiche die Quelle mit der Rolle der modernen Frau: Nenne Länder, in denen das Rollenverständnis heutzutage noch ähnlich ist. Wo ist dies nicht mehr der Fall?
Verfasst von Fabio Schwabe

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