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Bellum Iugurthinum


Falso queritur de natura sua genus humanum, quod imbecilla atque aevi brevis forte potius quam virtute regatur. Nam contra reputando neque maius aliud neque praestabilius invenias magisque naturae industriam hominum quam vim aut tempus deesse. Sed dux atque imperator vitae mortalium animus est.  Qui ubi ad gloriam virtutis via grassatur, abunde pollens potensque et clarus est neque fortuna eget, quippe quae probitatem, industriam aliasque artis bonas neque dare neque eripere quoiquam potest. Sin captus pravis cupidinibus ad inertiam et voluptates corporis pessum datus est, perniciosa lubidine paulisper usus, ubi per socordiam vires, tempus, ingenium diffluxere, naturae infirmatas accusatur.

Falsch beklagt sich das menschliche Geschlecht über seine Natur, dass sie schwach und kurzzeitig eher zufällig als durch Leistung gelenkt werde. Denn gegensätzlich wirst du beim Überlegen nichts anderes größer und vortrefflicher finden; und dass der Natur der Menschen mehr der Fleiß als Kraft oder Zeit fehlt. Führer und Herr des Lebens der Sterblichen ist der Geist. Wenn dieser auf dem Weg der Tapferkeit zum Ruhm eilt, ist er übermäßig wirksam, mächtig und berühmt und hat kein Glück nötig, weil es ja Anständigkeit, Fleiß und andere gute Eigenschaften weder jemandem geben noch entreißen kann. Wenn er aber, gefangen von krummen Wünschen, zu Faulheit und Körperlüsten zum Boden gezogen wurde, nachdem er ein Weilchen von verderblichen Trieben gebraucht gemacht hatte, wird die Schwäche der Natur angeklagt, sobald durch Untätigkeit Kräfte, Zeit und Begabung geteilt sind.

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Der Autor

Dieser Beitrag wurde am 9. März 2015 verfasst von Fabio Schwabe, Mettmann. Die aktuelle Version stammt vom 11. März 2015. Fabio Schwabe ist Gymnasiallehrer der Fachrichtung Geschichte und Gründer von Geschichte kompakt.

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