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  • Ludwig Erhard, Wirtschaftsminister der BRD ab 1949Ludwig Erhard, Wirtschaftsminister der BRD ab 1949
  • Versorgungsengpässe und steigende Preise führten in der DDR 1953 zu einem VolksaufstandVersorgungsengpässe und steigende Preise führten in der DDR 1953 zu einem Volksaufstand
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Wirtschaftssysteme

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Neben der politischen Entfremdung unterschieden sich BRD und DDR auch zunehmend in ihren Wirtschaftssystemen. Während der Westen in den Kreis der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft integriert wurde1 und die soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung einführte, drängte die Sowjetunion in der DDR auf den Beginn der Planwirtschaft. Die ökonomischen Folgen und Differenzen kamen insbesondere in den 1950er Jahren zum Vorschein.

Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft

Mit der sozialen Marktwirtschaft sollten Bürger in der Bundesrepublik weitgehend von staatlichen Eingriffen geschützt sein. Wirtschaftsminister Ludwig Erhard zielte darauf, die freie Preisbildung anzuerkennen und damit einen fairen Wettbewerb zu gestalten2. Des Weiteren verpflichtete sich der Staat, die wirtschaftlich Benachteiligten soweit zu fördern, dass sie unter menschenwürdigen Verhältnissen leben konnten. Dementsprechend war die soziale Marktwirtschaft ein neuer Weg zwischen absoluten Kapitalismus und Planwirtschaft. In der DDR hingegen führte die SMAD eine vom Staat organisierte Wirtschaftskontrolle ein3. Gemäß marxistisch-leninistischer Lehre wurde das Privateigentum abgeschafft, um die Klassenunterschiede der Gesellschaft zu überwinden. Ziel der Planwirtschaft war es, die Preisbildung nach sozialen Kriterien zu lenken und die Ressourcen auf den Grundbedarf zu beschränken.

Folgen

Der Wiederaufbau in der DDR verlief unter deutlich schlechteren Startbedingungen als im Westen. Die Bundesrepublik besaß mit der Schwerindustrie an der Ruhr eine relativ ausgeglichene Industriestruktur. Die Westintegration von Bundeskanzler Konrad Adenauer führte in den 1950er Jahren zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Der DDR fehlte es an Rohstoffen und Grundstoffindustrien. Darüber hinaus erhielt sie von der Sowjetunion keine Wiederaufbauhilfen, während die BRD von den USA durch den Marshallplan unterstützt wurde4. Es kam zu Demontagen großer Fabriken und Reparationszahlungen. Zusätzlich klagten die Bürger in den Folgejahren über Versorgungsengpässe und steigenden Preisen. Diese Umstände führten im Juni 1953 zu einem Volksaufstand in der DDR und machten die wirtschaftlichen Differenzen beider Teilstaaten offenkundig.






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