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Krisenjahre 1919 – 1923

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Die Gründerjahre zwischen 1919 und 1923 waren von politischem Terror und staatlicher Verschuldung geprägt. Durch den Versailler Vertrag wurde Deutschland außenpolitisch isoliert und erlebte im Jahr 1923 eine Hyperinflation. Erst als die Rezession durch US-amerikanische Hilfeleistungen überwunden wurde, konnte sich die innenpolitische Lage wieder beruhigen.

Spartakusaufstand 1919

Nach der enttäuschenden Niederlage auf dem Reichsrätekongress traten die drei USPD-Mitglieder aus dem Rat der Volksbeauftragten aus. Als auf Veranlassung der SPD das Militär gegen linke Demonstranten in Berlin eingeschaltet wurde, verschärfte sich der Aufstand. Die kommunistischen Spartakisten, die bisher der USPD angehört hatten, bildeten am 1. Januar 1919 die KPD. Sie sahen nun eine gute Möglichkeit, die sozialdemokratische Regierung umstürzen zu können. Der Spartakusaufstand wurde schließlich durch sogenannte Freikorps niedergeschlagen, die auch die Morde an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg verantworteten. Sie sind Leitbilder der kommunistischen Bewegung in Deutschland gewesen. Da Berlin aufgrund der Aufstände als Verhandlungsort der Nationalversammlung ausschied, wurde Weimar als Ersatzort bestimmt1.

Versailler Vertrag

Im Januar 1919 begannen in Versailles die Verhandlungen der Siegermächte über die deutsche Nachkriegsordnung. Frankreichs Ziel war es, Deutschland durch den Gebietsverlust des Rheinlandes dauerhaft zu schwächen. Auch harte Rüstungsbegrenzungen und Reparationsforderungen wurden von den Franzosen gefordert. Großbritannien setzte sich hauptsächlich dafür ein, Deutschland als Flottenkonkurrenz auszuschalten. Zum endgültigen Friedensvertrag gehörten schließlich noch weitere Faktoren. Neben den Reparationsleistungen in unbestimmter Höhe musste die deutsche Regierung sein Heer größtenteils reduzieren, Kolonien aufgeben und eine dauerhafte Besetzung des linken Rheinufers hinnehmen. Deutschland allein wurde die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs zugesprochen. Die Unterzeichnung dieses Vertrags löste landesweite Empörung aus. Er wurde als Schanddiktat bezeichnet und verstärkte die Propaganda der rechtsgerichteten Parteien, die die junge Republik durch die Propaganda der Dolchstoßlegende stürzen wollten2. Infolgedessen kam es mit dem Kapp-Lüttwitz-Putsch 1920 und Hitler-Ludendorff-Putsch 1923 zu radikalen Umsturzversuchen. Hier geht es zum ganzen Artikel über den Versailler Vertrag.

Inflation 1923

Die Inflation bahnte sich in Deutschland schon während des Kriegs an. Doch anstatt den drohenden Währungszerfall durch Sparmaßnahmen zu stoppen, gab die deutsche Regierung weiterhin Geld aus, über das sie gar nicht verfügte. Dadurch konnten die ersten Reparationsforderungen beglichen werden3. 1923 erreichte die Inflation schließlich mit der Ruhrbesetzung französischer Truppen ihren Höhepunkt. Sie konnte erst durch die Einführung der Rentenmark wieder beendet werden. Um die deutsche Zahlungsfähigkeit sicherzustellen, unterstützten die USA die deutsche Wirtschaft mit dem Dawes-Plan. Diese Maßnahmen leiteten einen Wirtschaftsboom ein und führten bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 zu den sogenannten goldenen 20er Jahren4. Hier geht es zur Außenpolitik der Weimarer Republik.

» Hier geht es zur Quellensammlung 






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