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Novemberrevolution 1918

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Die Novemberrevolution leitete den Umsturz des Deutschen Kaiserreichs ein und stellte die Weichen für die Einführung eines parlamentarischen Regierungssystems mit Verfassung. Danach kam es zur Debatte, wie die Demokratie gestaltet werden sollte. Während die Sozialdemokraten für eine Demokratie mit Nationalversammlung plädierten, setzten sich linksradikale Spartakisten für die Einführung einer Räterepublik ein.

Kieler Matrosenaufstand

Als die deutsche Seekriegsleitung im November 1918 den Befehl anordnete, nochmals gegen die britische Marine in den Krieg zu ziehen, protestierten die Kieler Matrosen gegen diesen Auftrag. Ihnen war bewusst, dass der Krieg zu diesem Zeitpunkt verloren gegangen war und wollten sich nicht durch einen sinnlosen Kriegsbefehl opfern lassen. Da die Regierung des Kaiserreichs nichts gegen diesen Widerstand unternahm, breitete sich durch die Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten eine landesweite Revolution aus [Quelle]. Ihr gemeinsames Ziel war die Stützung des Parlamentarismus und die Abdankung des Kaisers1.

Rat der Volksbeauftragten

Auf Druck der alliierten Siegermächte verkündete Reichskanzler Max von Baden die Abdankung des Kaisers Wilhelm II. Die 1871 gegründete Konstitutionelle Monarchie wurde damit aufgelöst. Den demokratischen Parteien kam dies sehr gelegen. In Deutschland herrschte nun mehr Parlamentarismus. Gleichzeitig wurde dem SPD-Parteivorsitzenden Friedrich Ebert die Verantwortung der Regierung übertragen2. Am selben Tag rief SPD-Politiker Phillip Scheidemann die demokratische Republik aus [Quelle]. Dennoch war die Gründung der Republik damit noch nicht zementiert. Die Debatte um die endgültige Staatsform nahm weiter seinen Lauf. Als Gegner der parlamentarischen Demokratie proklamierte Karl Liebknecht vom kommunistischem Spartakusbund die sozialistische Republik3. Um aus diesem Konflikt einen Kompromiss schließen zu können, bot die SPD dem rechten Flügel der USPD die Einführung einer ausgeglichenen Provisorischen Regierung an. Die Gründung eines zentralen Arbeiter- und Soldatenrates verstand sich als Kontrolle über diese Übergangsregierung. Einig waren sich beide Konkurrenten darin, einen Termin für die verfassungsgebende Nationalversammlung festzulegen. Hier geht es zum Artikel über den Rat der Volksbeauftragten.

Reichsrätekongress

Die Vorentscheidung für die Wahlen zur Nationalversammlung fiel auf dem Reichsrätekongress. Auf dieser Versammlung stimmte nur eine Minderheit für die Einführung eines sozialistischen Rätesystems. Die Übergabe der legislativen und exekutiven Gewalt in die Hände der Räte wurde abgelehnt. Als Wahltermin für die Nationalversammlung wurde von den etwa 500 Delegierten der 19. Januar 1919 festgelegt. Die Gründung der parlamentarischen Republik schien nun in greifbarer Nähe4.

Wahlen zur Nationalversammlung

Nach dem enttäuschenden Ergebnis auf dem Reichsrätekongress traten die USPD-Mitglieder aus dem Rat der Volksbeauftragten aus. Im Vorfeld der Wahlen zur Nationalversammlung radikalisierten sich die Kommunisten, die die parlamentarische Regierung stürzen wollten. Da Verhandlungen in Berlin aufgrund der Aufstände nicht stattfinden konnten, tagte die Nationalversammlung in Weimar [Quelle]. Dort wurde die SPD erwartungsgemäß stärkste Kraft und bildete mit der Zentrumspartei und der DDP eine Koalition. Friedrich Ebert wurde zum neuen Reichspräsidenten der Republik gewählt. Damit war die Entscheidung um den Zweikampf der Regierung entschieden. Den Befürwortern eines Rätesystems wurde eine Absage erteilt. Die Erfahrungen in Russland, wo durch die Revolution Bürgerkrieg, Parteidiktatur und Terror herrschten, schreckten die Wähler schließlich ab5. Hier geht es zu den Krisenjahren 1919-1923.

» Hier geht es zur Quellensammlung 






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