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Quellenverweise

Märzrevolution 1848

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Im Frühjahr 1848 waren die Proteste gegen die Vormacht des Adels und der Fürstenherrschaft nicht mehr aufzuhalten. Angetrieben von der Februarrevolution in Frankreich, gingen die Aufstände in südwestliche Kleinstaaten über und verbreiteten sich schließlich in Preußen, Österreich und im gesamten Deutschen Bund. Die Revolutionäre erzwangen die Einführung liberaler Märzminister und Wahlen für eine Nationalversammlung, die die Gründung eines deutschen Verfassungsstaates vorbereiten sollte.

Februarrevolution in Frankreich

In Paris mobilisierten sich republikanische Demonstranten zu Aufständen gegen König Louis Philippe. Nachdem sie erfolgreich dessen Abdankung erzwingen konnten, wurde in Frankreich erneut die Republik ausgerufen. Unterdessen folgte ein umfassendes Reformprogramm, das die Einführung des allgemeinen Wahlrechts und verbesserte Bedingungen für Arbeiter beabsichtigte. In Europa brach kurz darauf eine Aufbruchstimmung aus, die wie eine Kettenreaktion wirkte. Es begannen an unterschiedlichsten Orten parallele Unruhen, die allgemein als Märzrevolution bekannt wurden1. Hier geht es zum ganzen Artikel über die Februarrevolution.

Aufbruch in Südwestdeutschland

Da die südwestlichen deutschen Staaten in Nähe zu Frankreich lagen, schwappte die Revolutionswelle dort zuerst über. Insbesondere in Baden organisierten sich Bürger sofort zu einer Volksversammlung und stellten mit der Mannheimer Petition erste Forderungen an die Obrigkeit[Quelle]. Des Weiteren beteiligten sich auch Bauern an den Aufständen, die ihre Lebensbedingungen verbessern wollten. Diese Umstände machten den Weg frei dafür, dass im gesamten Deutschen Bund ein politischer Machtwechsel eingeleitet wurde2.

Märzforderungen

Im Laufe der Revolution organisierten sich Menschen aus dem Bürgertum zu einer politischen Fraktion, den sogenannten Liberalen. Gemeinsam mit den Demokraten riefen sie die Fürsten der einzelnen Staaten in den Märzforderungen dazu auf, Volksbewaffnung, Pressefreiheit und ein nationales Parlament einzuführen. Einig waren sich beide Parteien zunächst darin, aus dem Deutschen Bund einen nationalen Verfassungs- und Rechtsstaat zu machen. Erste Erfolge waren darin abzusehen, dass die von den Revolutionären eingesetzten Märzminister nun das politische Geschehen im Deutschen Bund lenkten3.

Spaltung der Liberalen und Demokraten

Zu Beginn der Märzrevolution vertraten beide Gruppierungen noch die Gemeinsamkeit, das alte Regime des Adels umzustürzen. Als die Obrigkeit schließlich geschlagen war, zeigten sich erste Differenzen darüber, wie Deutschland denn nun regiert werden solle. Während die Liberalen eine konstitutionelle Monarchie forderten, bemühten sich die Demokraten um die Einführung einer Republik. Auch die Debatte über das Wahlrecht ließ die Zusammenarbeit erstarren. Die Liberalen vertraten meist wohlhabende Bürger und wollten das Wahlrecht nur Staatsbürgern zukommen lassen, die auch entsprechend finanzielles Einkommen besaßen. Die Demokraten hingegen wollten gleiches Wahlrecht für alle Gesellschaftsklassen4.

Preußen und Österreich

Auch die Großmächte Preußen und Österreich blieben von der Revolution nicht verschont. Im Vielvölkerstaat Österreich lebten verschiedene Nationalitäten, die mit Druck von Militär und Unterdrückung gewaltsam zusammengehalten wurden. Im März 1848 erreichten die gewaltsamen Aufstände der Demonstranten schließlich das gleiche Ausmaß wie schon im Deutschen Bund. Letztlich kamen die langjährigen Unabhängigkeitsbestrebungen der einzelnen Nationalitäten und die sozialen Probleme offen zu Tage. Als die Revolution nach blutigen Barrikadenkämpfen auch Preußen erreichte, lenkte König Friedrich Wilhelm IV. ein und ersetzte die Regierung durch ein liberales Märzministerium. Für Preußen wurde eine deutsche Nationalversammlung akzeptiert, die eine liberale Verfassung ausarbeiten sollte5.

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