Themenseite
  • Petersbuger Blutsonntag (1905)Petersbuger Blutsonntag (1905)
  • Anzeige


Erklär-Video von wissen2go


wissen2go

Fehler gefunden?


Du hast einen inhaltlichen oder formalen Fehler in diesem Artikel gefunden? Bitte melde ihn mittels unseres Feedback-Formulars. Danke!
Quellenverweise

Revolution 1905

Jetzt Zusammenfassungen downloaden!

Die Russische Revolution 1905 war das Ergebnis der langjährigen sozialen Unruhen, die die Bevölkerung kollektiv dazu zu bewegten, das Staatssystem umzugestalten. Nachdem Russland im Krieg gegen Japan 1904/05 verloren hatte, löste die gewaltsame Zerschlagung einer friedlichen Arbeiterdemonstration vor dem Winterpalast in Petersburg eine nationale Revolution aus1. Ursprünglich wollten die unbewaffneten Demonstranten dem Zaren eine Petition übergeben. Diese Ereignisse erbrachten den letzten notwendigen Funken, der nötig gewesen war, um sich gegen Massenarmut, Landhunger und politische Unterdrückung zu wehren.

Verlauf

Nach dem Petersburger Blutsonntag folgten Arbeiterstreiks in Städten und spontane Enteignungen der Bauern vom Ackerland. Darüber hinaus kam es zur Meuterei auf russischen Kriegsflotten, die von zaristischen Truppen blutig niedergeschlagen wurden2. Im Zuge dieser Protestbewegung kehrte der einst ins Exil gegangene Lenin wieder nach Russland zurück, der nach einem fehlgeschlagenen Aufstand erneut fliehen musste. Unter den vielseitigen revolutionären Strömungen ging die Arbeiterbewegung als stärkste Opposition hervor. Durch die vielen Unruhen verlor die Regierung die Kontrolle über die Bevölkerung, sodass zum ersten Mal öffentliche Versammlungen stattfinden konnten. Nachdem der Eisenbahnverkehr kurzfristig durch Revolutionäre lahmgelegt worden war, willigte der Zar ein und erweckte Hoffnungen für Reformen.

Einführung der Duma

Das Oktobermanifest beinhaltete bürgerliche Freiheitsrechte sowie ein Parlament von gewählten Volksvertretern: Die Duma. Zar Nikolaus II. verhinderte in den folgenden Jahren jedoch, dass die Bevölkerung politisches Mitspracherecht erlangen konnte und legitimierte somit weiterhin die autokratische Alleinherrschaft3. Das Ziel der revolutionären Bewegung, eine konstitutionelle Monarchie einzuführen, scheiterte somit. Als die zweite Staatsduma 1907 erneut aufgelöst und ein neues Wahlrecht eingeführt worden war, wurden die einst liberalen Reformen wieder zurückgenommen. Bauern und Arbeiter wurden immer noch von politischer Entscheidungsfreiheit ausgeschlossen4. Da der Zar über ein Vetorecht über alle in der Duma getroffenen Entscheidungen verfügte, blieb das absolutistische System bis 1917 weiterhin tatkräftig.






Siocial Network


1905


Anzeige


Quellenmaterial

    http://www.lsg.musin.de/geschichte/!daten-gesch/20jh/wk1-russ-rev.htm
Bewerte diesen Artikel:

Bewerte diesen Artikel


Google