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  • In den Westzonen wird die Deutsche Mark als neue Währung eingeführt (1948)In den Westzonen wird die Deutsche Mark als neue Währung eingeführt (1948)
  • Wegen der Blockade wird Westberlin über die Wegen der Blockade wird Westberlin über die "Luftbrücke" versorgt
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Berlin-Blockade

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Nach gescheiterten Verhandlungen auf der Potsdamer Konferenz kam die Kooperation zwischen den Siegermächten zum Erliegen. Weil Berlin als zentrale Stadt in vier Besatzungszonen aufgeteilt worden war, wurde die einstige Hauptstadt nun zum Brennpunkt des Ost-West-Konflikts. Da Berlin geographisch mitten in der sowjetischen Besatzungszone lag, wollte die Sowjetunion nun den Anspruch über ganz Berlin erheben.

Währungsreform in den Westzonen

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Reichsmark ihre Bedeutung als offizielles Tauschmittel so gut wie verloren. Die hohen Kriegskosten und die inflationäre Geldpolitik durch die Notenpresse waren es demnach, die die deutsche Währung in den Ruin getrieben haben1. Daher beschlossen viele Menschen, eher auf dem Schwarzmarkt zu handeln, anstatt mit Geld. Die USA verfolgten diesen Prozess mit großer Aufmerksamkeit und erkannten zurecht, dass der Geldwertverfall den Aufbau der deutschen Wirtschaft in erheblicher Weise lähmen würde. Die Besatzungsmächte führten schließlich am 20. Juni 1948 in der Trizone die Deutsche Mark als neue Währung ein2. Mit dem Marshallplan banden die USA Westdeutschland zudem enger an sich. Die Sowjetunion reagierte auf dieses Vorgehen, indem sie in ihrem Besatzungssektor die Ostmark einführte und die deutsche Spaltung somit nochmals verschärfte. Hier geht es zum Artikel der Währungsreform von 1948.

Sperrung der Transitwege

Die Vorgehensweise der Westmächte veranlasste die sowjetische Besatzung dazu, alle Transitwege nach Westberlin abzuriegeln. Der Marshallplan, die Einführung der Marktwirtschaft und die nun beschlossene Währungsreform waren grundlegend dafür, dass sich die Sowjets allmählich vom Westen distanzierten. Sie befürchteten zurecht, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung in Westdeutschland viele Menschen im Ostsektor dazu bewegen würde, aus ihrer Zone zu fliehen3. Folglich blockierte die Sowjetische Militäradministration alle Verkehrswege nach Westberlin, um die Westmächte dazu zu zwingen, ihren Anspruch auf Berlin ganz abzugeben. Nach den vertraglichen Regelungen auf der Potsdamer Konferenz hatte dieser Beschluss den Viermächtestatus um Berlin verletzt. Nun waren die USA gefordert, auf die Blockade zu reagieren.

Luftbrücke

Diesbezüglich einigten sich die Westmächte darauf, die Menschen in Westberlin über eine Luftbrücke mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Dies bedeutete, dass die USA mit eigenen Flugzeugen (Rosinenbomber) nach Berlin flog, um die Blockade der Sowjetunion zu überwinden. Vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 wurden die Westberliner also ausschließlich von der Luft aus mit Nahrung beliefert4. Am Ende gaben die Sowjets schließlich nach, da die westlichen Besatzungsmächte und die Westberliner eifrig durchhielten. Somit war der Versuch gescheitert, die ganze Stadt unter alleinige Herrschaft zu stellen. Folglich wuchsen die Spannungen zwischen Ost und West und machten eine Einigung unmöglich. 1949 kam es neben der deutschen Teilung auch zur Teilung Berlins in eine Ost/West-Hälfte. Die folgenden Jahren waren geprägt von andauernden Verletzungen der Transitwege zwischen BRD und West-Berlin. Die sowjetische Regierung forderte mehrmals den Abzug westlicher Truppen aus ganz Berlin. Den Höhepunkt dieses Konflikts markierte die Berlin-Krise 1958, als den Westmächten und der BRD ein Ultimatum gestellt wurde.

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