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  • Im 8. Jahrhundert geriet fast die gesamte Iberische Halbinsel unter Vorherrschaft der Muslime, die das Im 8. Jahrhundert geriet fast die gesamte Iberische Halbinsel unter Vorherrschaft der Muslime, die das "Emirat von Cordoba" begründeten. Nur der Norden blieb von Eroberungen verschont
  • Im Zuge der Reconquista etablierte sich Kastilien zum vorherrschenden Kleinreich auf der Iberischen HalbinselIm Zuge der Reconquista etablierte sich Kastilien zum vorherrschenden Kleinreich auf der Iberischen Halbinsel
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  • Durch die Hochzeit zwischen Isabella I. und Ferdinand II. wurde die Grundlage für die Verbindung der Königshäuser Kastiliens und Aragóns geschaffen. Damit entwickelte sich Spanien zum geeinten NationalstaatDurch die Hochzeit zwischen Isabella I. und Ferdinand II. wurde die Grundlage für die Verbindung der Königshäuser Kastiliens und Aragóns geschaffen. Damit entwickelte sich Spanien zum geeinten Nationalstaat

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Quellenverweise

Reconquista

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Nach dem Untergang des Römischen Reiches und der Völkerwanderung hatte sich auf der Iberischen Halbinsel das Westgotenreich etabliert. Dieses wurde 711 von muslimischen Arabern geplündert und fast ganz eingenommen. Der christliche Widerstand gegen die Muslime begann mit dem Aufstand in Asturien 718, der den Startpunkt der Reconquista markierte. Mit der endgültigen Vertreibung der Muslime von der Iberischen Halbinsel 1492 erreichte die Reconquista schließlich ihren Abschluss. Durch dieses Ereignis wurde die Grundlage für die Einigung Spaniens geschaffen. Nach der Entdeckung Amerikas wurde Spanien zur bedeutenden Kolonialmacht Europas.

Westgotenreich

Nach der Schlacht von Vouillé 507 hatten sich die Westgoten von Mitteleuropa auf die Iberische Halbinsel zurückgezogen und begründeten dort das Westgotenreich. Neben ihnen waren auch Sueben im Nordwesten, Basken im Norden und südöstliche Landstriche von Oströmern ansässig. Kriegsbeute, Steuern und andere finanzielle Einnahmen machten das westgotische Königtum mit der Hauptstadt Toledo zu einem bedeutenden Reichszentrum. Das Westgotenreich war aber innenpolitisch stark zersplittert, weil es andauernd zu Streitigkeiten um die Thronfolge kam. Während sich die westgotischen Könige für eine Erbmonarchie aussprachen, plädierten die Magnaten für eine Wahlmonarchie.

Eroberung durch muslimische Araber

Im Zuge der Islamischen Expansion wurde das Westgotenreich 711 in der Schlacht am Rio Guadalate durch die muslimischen Mauren erobert. König Roderich wurde dabei getötet. Fast die gesamte Iberische Halbinsel stand damit unter islamischer Herrschaft. Die muslimischen Eroberer begründeten dort das sogenannte Emirat von Córdoba. Im Norden entstand nach dem Untergang des Westgotenreiches das Königreich Asturien. Dessen Gründer Pelayo geriet wegen einer Heiratsangelegenheit in Streitigkeiten mit dem muslimischen Gouverneur Munuza. Aus dieser persönlichen Fehde entwickelte sich eine erste Rebellion gegen die muslimische Vorherrschaft. Pelayo wurde von seinen Anhängern zum König gewählt und konnte ein muslimisches Heer in der Schlacht von Covadonga 718 erfolgreich besiegen. Dieses Ereignis markierte den Beginn der Reconquista. Der weitere Vorstoß der Muslime nach Norden scheiterte am Widerstand Fränkischen Reiches, dessen Truppen sie in der Schlacht bei Tours und Poitiers 732 zurückstoßen konnten.

Reconquista

Nach dem Sieg in der Schlacht von Covadonga konnte das Königtum Asturien sein Herrschaftsgebiet im Norden der Iberischen Halbinsel ausweiten und die Muslime aus Galicien vertreiben. Obwohl es wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindungen zwischen Muslimen und Christen gab und religiöse Toleranz bewahrt wurde, konnten die christlichen Kleinreiche ihren Einfluss immer mehr zurückgewinnen. Einen entscheidenden Fortschritt der Reconquista markierten die Eroberungen von Barbastro 1064 und Toledos 1085. Im 12. Jahrhundert nahmen die Feldzüge gegen die Muslime einen aggressiveren Charakter an. Dabei spielte das religiöse Motiv der Kreuzzüge eine wichtige Rolle. Nach dem Sieg der verbündeten Reiche Kastiliens, Navarras, Aragóns und Leóns in der Schlacht bei Las Navas de Tolosa 1212 hatten die Christen wieder militärisches Übergewicht gewonnen. 1492 wurde schließlich das letzte muslimisch beherrschte Emirat von Granada im Süden der Iberischen Halbinsel zerschlagen. Damit war die Phase der Reconquista beendet.

Aufstieg Spaniens zur Kolonialmacht

Das heutige Gebiet Spaniens bestand auf der Iberischen Halbinsel zunächst aus verschiedenen Teilreichen: Aragon, Navarra, Kastilien und Portugal. Kastilien umfasste mit Teilen des Nordens und dem ganzen Südwesten der Halbinsel zwei Drittel des gesamten spanischen Territoriums. Die Grundlage für die Entstehung eines spanischen Nationalstaates wurde mit der Hochzeit Isabellas von Kastilien und Ferdinand von Aragón 1469 geschaffen. Dieses Königspaar arbeitete folglich in allen Regierungsgeschäften zusammen und stellte damit eine dauerhafte Verbindung zwischen Kastilien und Aragón her. Nach einem zwischenzeitlichen Erbfolgekrieg wurde zwischen Kastilien und Portugal die Unverletzlichkeit der Grenzen beschlossen. Im selben Jahr bildeten die Könige Kastiliens und Aragóns endgültig eine Doppelmonarchie als gemeinsames Herrscherpaar. Dies wurde als „Matrimonialunion“ bezeichnet. Durch den erfolgreichen Abschluss der Reconquista 1492 konnte sich das spanische Staatsgebilde festigen und zusammenwachsen. Spanien konzentrierte sich nun mehr auf den Überseehandel. Einige Monate nach der Rückeroberung Granadas entdeckte Christoph Kolumbus als Beauftragter Kastiliens Amerika. Damit begann der Aufstieg Spaniens zur ersten Kolonialmacht Europas.






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