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Quellenverweise

Weltwirtschaftskrise 1929

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Die Weltwirtschaftskrise 1929 leitete das Ende der Weimarer Republik ein. Ein von den USA ausgehender Börsencrash führte zum Abzug der US-amerikanischen Kredite aus Deutschland. Dies hatte gravierende Auswirkungen, weil die deutsche Wirtschaft seit 1924 mithilfe des Dawes-Plans bei den Reparationszahlungen unterstützt worden war. Folglich kam es zum Bruch der Großen Koalition und Aufstieg der NSDAP.

Schwarzer Freitag

In den 1920er Jahren blühte der US-amerikanische Börsenmarkt. Viele Menschen legten zunehmend Geld in Aktien an und nahmen dafür bei Banken Kredite auf. Aufgrund der hohen und unkontrollierten Investitionen kam es folglich zu einer Spekulationsblase. Als der Aktienindex Dow Jones im Oktober 1929 nur noch langsam anwuchs, wurden viele Anleger auf einmal panisch und verkauften ihre Aktien. Es kam zu einem Börsencrash, der aufgrund des Datums am 25. Oktober 1929 als „Schwarzer Freitag“ in die Geschichte einging.1

Weltwirtschaftskrise

Der „Schwarzer Freitag“ wirkte sich auf Europa und Deutschland wie eine Kettenreaktion aus. Insbesondere die Weimarer Republik wurde von dem Aktiensturz hart getroffen, weil es durch den 1924 eingeführten Dawes-Plan von US-amerikanischen Krediten abhängig war. Da die amerikanischen Anleger nun ihre Kredite aus dem Ausland abzogen, brachen auch dort die Banken zusammen. Es kam zu einem drastischen Produktionsrückgang, der vor allem in Deutschland eine hohe Arbeitslosigkeit zur Folge hatte. Anhand der Weltwirtschaftskrise wurde nun offensichtlich, dass die deutsche Wirtschaft nur durch den Dawes-Plan am Leben erhalten werden konnte.2

Folgen

Die Weltwirtschaftskrise beendete die „Goldenen 20er Jahre“ der Weimarer Republik. Da sich die Parteien im Reichstag nicht mehr bezüglich der hohen Sozialleistungen einigen konnten, kam es 1930 zum Bruch der Großen Koalition. Auf den anschließenden Reichstagswahlen erlangte die NSDAP einen hohen Stimmenzuwachs und wurde zweitstärkste Partei. Da sich keine regierungsfähigen Koalitionen mehr bilden ließen, machte Reichspräsident Hindenburg Gebrauch vom Notverordnungsrecht und führte Präsidialkabinette ein. Reichskanzler Brüning versuchte die Wirtschaftskrise mit einer Deflationspolitik zu überwinden. Da dieser Plan jedoch scheiterte, gewannen rechtsextreme Parteien wie die NSDAP weiter an Aufschwung. Des Weiteren regte sich in der Bevölkerung starker Protest gegen den neu eingeführten Young-Plan. Diesen Widerstand machten sich die Nationalsozialisten propagandistisch zu Eigen. Damit leitete die Weltwirtschaftskrise das Ende der Demokratie und den Aufstieg des „Dritten Reichs“ ein.3

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