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  • Georgi Jewgenjewitsch Lwow war von März bis Juli 1917 Ministerpräsident der provisorischen Regierung in RusslandGeorgi Jewgenjewitsch Lwow war von März bis Juli 1917 Ministerpräsident der provisorischen Regierung in Russland
  • Sein Nachfolger war Alexander Kerenski, der bis zur Oktoberrevolution 1917 an der Macht blieb. Danach versuchten die Bolschewiki ihre Herrschaft zu festigenSein Nachfolger war Alexander Kerenski, der bis zur Oktoberrevolution 1917 an der Macht blieb. Danach versuchten die Bolschewiki ihre Herrschaft zu festigen
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Provisorische Regierung (Russland)

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Nachdem Zar Nikolaus II. infolge der Februarrevolution 1917 gestürzt worden war, kam es in Russland zur Einsetzung einer Provisorischen Regierung. Parallel dazu existierte mit dem Petrograder Sowjet ein zentraler Arbeiter- und Soldatenrat aus den sozialistischen Parteien. Da diese Regierung wegen der Fortsetzung des Ersten Weltkriegs immer mehr an Ansehen verlor, ergriffen die Bolschewiki in der Oktoberrevolution schließlich die Regierungsgewalt.

Vorgeschichte

Infolge der Februarrevolution 1917 hatte Zar Nikolaus II. abgedankt. Damit endete in Russland die absolutistische Monarchie. Noch im selben Monat berieten Vertreter der Duma über die Einsetzung einer Provisorischen Regierung, die vorübergehend den Staat leiten und ein neues politisches System vorbereiten sollte. Parallel dazu bildeten Vertreter der Arbeiterparteien einen zentralen Petrograder Sowjet, der die Arbeit der Provisorischen Regierung kontrollieren wollte. Somit entstand eine Doppelherrschaft zwischen der liberalen Duma und dem sozialistisch dominierten Petrograder Sowjet. Zum Ministerpräsident der Provisorischen Regierung wurde Fürst Lwow bestimmt.1

Aprilkrise und Juliaufstand

Zwischen der Provisorischen Regierung und dem Petrograder Sowjet kam es schnell zu Unstimmigkeiten über die Fortführung des Ersten Weltkriegs. Nachdem Lenin, der Parteiführer der Bolschewiki, aus seinem Schweizer Exil wiedergekehrt war, warb er mit seinen Aprilthesen für die Forderungen der sozialistischen Arbeiterparteien. Darin forderte er die Beendigung des Ersten Weltkriegs, Einführung des Sozialismus und Diktatur des Proletariats. Als Kriegsminister Kerenski eine weitere Offensive im Weltkrieg durchführen wollte, nutzten die Bolschewiki die Gelegenheit für einen Putschversuch, der als Juliaufstand bekannt wurde. Da dieser jedoch scheiterte, mussten sich die Bolschewiki zunächst geschlagen geben. Kurz danach übernahm Kerenski das Amt als Vorsitzender der Provisorischen Regierung.2

Oktoberrevolution

Da die Fortführung des Ersten Weltkriegs die Lebensverhältnisse der russischen Bevölkerung weiter verschlechtert hatte, verlor die Provisorische Regierung zunehmend an Rückhalt. Im September rief Kerenski die „Russische Republik“ aus und plante die Einberufung einer konstituierenden Versammlung. Da im Oktober 1917 deutsche Truppen kurz vor Petrograd standen, plante die Regierung den Umzug nach Moskau. Das zur Verteidigung vom Petrograder Sowjet gegründete Militärische Revolutionskomitee wurde schließlich zur entscheidenden Grundlage für die Oktoberrevolution der Bolschewiki. Deren bewaffneten Truppen umstellten den Winterpalast und übernahmen somit die Regierungsgewalt. Damit war die Ära der Provisorischen Regierung beendet.3






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