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Quellenverweise

Professorenparlament

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Die während der Revolution 1848/49 in der Paulskirche eingesetzte Frankfurter Nationalversammlung wird umgangssprachlich auch als „Professorenparlament“ bezeichnet. Die bedeutet, dass dort überwiegend akademisch gebildete Abgeordnete über die politischen Angelegenheiten Deuschlands diskutierten. Demzufolge war die Nationalversammlung vom gebildeten Bürgertum dominiert.

Bürgertum im Vormärz

Seit dem Wiener Kongress 1815 enstand im deutschen Bildungsbürgertum eine breite liberale und nationale Bewegung. Studenten und Professoren setzten sich in Burschenschaften zusammen, um die Einigung der deutschen Länder zum Nationalstaat mit Freiheits- und Grundrechten zu fordern. In der Zeit des Vormärz ereigneten sich mehrere Massenkundgebungen, bei denen das bürgerliche Milieu für Freiheit und nationale Einheit protestierte. Das gebildete Bürgertum unterstützte die politische Strömung des Liberalismus. Es wollte an der Politik mitbestimmen können und wirtschaftliche Bedeutung gewinnen.1

Professorenparlament

Nachdem die Macht der deutschen Fürsten in der Märzrevolution 1848 gebrochen wurde, setzten die Revolutionäre mit der Frankfurter Nationalversammlung ein zentrales Parlament ein, das die liberalen und nationalen Forderungen umsetzen sollte. Dominiert wurde die Nationalversammlung vom akademisch gebildeten Bürgertum. Demzufolge waren im Parlament überwiegend Beamte von Staats- und Kommunalverwaltungen, Richter, Professoren und Lehrer vertreten. Darüber hinaus nahmen auch Gewerbetreibende und Landwirte an den Verhandlungen teil, waren im Gegensatz zum Bildungsbürgertum allerdings deutlich in der Minderheit. Umgangssprachlich erhielt die Nationalversammlung infolgedessen den Beinamen „Professorenparlament“, auch wenn eher der Begriff „Beamtenparlament“ treffender gewesen wäre.2

Bedeutung für die Revolution

Die Dominanz der gebildeten Akademiker in der Nationalversammlung hatte zur Folge, dass Vertreter der unteren Gesellschaftsschicht nur geringen Einfluss ausüben konnten. Demzufolge setzten sich die Interessen des bürgerlichen Mittelstandes gegenüber denen der Demokraten durch. Da sich Bauern und Arbeiter als Anhänger der Demokraten immer mehr von den Liberalen distanzierten, war die Revolution zum Scheitern verurteilt. Die Eigensinnigkeit der Liberalen zeigte sich in der im März 1849 verabschiedeten Paulskirchenverfassung, die jegliche Forderungen der Demokraten ignoriert hatte. Infolge der Konterrevolution und der Ablehnung der Verfassung durch Preußen und Österreich endete die Revolution im Sommer 1849 mit dem Sieg der Fürsten.3






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